Zuschauen ist keine Option

Syrien, Irak, Libyen – und jetzt der Jemen. Die arabische Welt gerät völlig aus den Fugen. Katas-trophale politische Fehlentscheidungen der USA und anderer westlicher Mächte, die erbitterte Rivalität zwischen den sunnitischen Golfstaaten und dem schiitischen Iran und nicht zuletzt der gnadenlose Egoismus der lokalen Eliten stürzen eine ganze Region ins Chaos.

Die Bomben, die jetzt auf Sanaa niederregnen, sollen den Vormarsch der schiitischen Huthi-Rebellen stoppen, zielen aber ebenso auf Teheran; so wie schon der Einmarsch saudischer Truppen in Bahrein im Jahr 2011 oder die Unterstützung des Aufstands gegen den syrischen Herrscher Assad den wachsenden Einfluss des Iran eindämmen sollte. Im Irak und in Syrien wiederum kämpfen iranische Revolutionsgarden gegen sunnitische Rebellen und Terroristen.

Wo Ordnung und Sicherheit zusammenbrechen, sind Radikale im Aufwind. Al Kaida und der „Islamische Staat“ sind die Profiteure des Chaos’. Was im Jemen geschieht, gefährdet auch unsere Sicherheit. Zuschauen ist keine Option.