Zugunglück: Parteien sagen Politischen Aschermittwoch ab

Bierkrüge mit CSU-Fähnchen auf Tischen in Passau im vergangenen Jahr. Dieses Jahr findet der Politische Aschermittwoch der CSU nicht statt.
Bierkrüge mit CSU-Fähnchen auf Tischen in Passau im vergangenen Jahr. Dieses Jahr findet der Politische Aschermittwoch der CSU nicht statt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die CSU hat den Politischen Aschermittwoch in Passau nach dem Unglück in Bad Aibling abgesagt. Andere Parteien folgten, auch die CDU.

Passau..  Nach der CSU haben auch SPD, Grüne und Linke in Bayern ihre traditionellen Aschermittwochs-Veranstaltungen abgesagt. Am frühen Abend entschied sich auch die CDU, dass die Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Merkel nicht stattfindet.

Aus „Respekt vor den Opfern des tragischen Zugunglücks“ in Bad Aibling hatte zuerst die CSU die Veranstaltung abgesagt ab. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hatte das am Nachmittag auf Twitter angekündigt.

Der Politische Aschermittwoch der CSU sollte im niederbayerischen Passau stattfinden. Mehr als 3000 Besuchern waren erwartet worden. Vor wenigen Tagen hatte Scheuer, der selbst aus Passau kommt, noch gesagt: „Der Politische Aschermittwoch ist das Hochamt der CSU, der größte politische Stammtisch der Welt – oft kopiert, aber von anderen nie erreicht.“

CDU hielt erst an der Veranstaltung fest – entschied sich dann aber um

Kurz nach der Absage der CSU schrieb der bayerische SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold auf der Website der Partei: „Aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks von Bad Aibling und nach Rücksprache mit den anderen Parteien haben wir uns entschieden, die Veranstaltung in Vilshofen abzusagen.“ Der Politische Aschermittwoch lebe von der Auseinandersetzung und dem Schlagabtausch der Parteien. Dafür sei heute und morgen kein Raum.“ Grüne und Linke in Bayern folgten und sagten die Veranstaltungen in Landshut und Passau ab.

Auch die SPD Rheinland Pfalz sagte ihren Politischen Aschermittwoch mit Parteichef Sigmar Gabriel in Mainz ab. Ein Sprecher des Landesverbandes sagte, der Termin werde aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks in Bayern nicht stattfinden. Die nordrhein-westfälische SPD sagte ihren traditionellen Politischen Aschermittwoch in Schwerte ebenfalls ab. Zu der Veranstaltung waren Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und SPD-Chef Gabriel erwartet worden.

Zuerst hatte die CDU an ihrem Politischen Aschermittwoch in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern festgehalten. Am Abend sagte die Partei die Veranstaltung dann auch ab.

Neben dem Politischen Aschermittwoch wurden auch weitere traditionelle Faschingsveranstaltungen abgesagt. Vor allem in Rosenheim und Bad Aibling werden Feste wie die Kehraus-Feier und das Faschingstreiben nicht stattfinden. (sdo/dpa)