Zünder der Bonner Bombe war bereits ausgelöst
16.12.2012 | 17:11 Uhr 2012-12-16T17:11:00+0100
Langenfeld/Berlin. Vier Tage nach dem versuchten Bombenanschlag in Bonn ist noch immer kein Tatverdächtiger gefasst; die Diskussion um Verantwortlichkeiten für (fehlende) Videoaufzeichnungen dagegen voll entbrannt.
Vier Tage nach dem versuchten Bombenanschlag in Bonn ist noch immer kein Tatverdächtiger gefasst; die Diskussion um Verantwortlichkeiten für (fehlende) Videoaufzeichnungen und politische Konsequenzen dagegen voll entbrannt.
Einer der drei Verdächtigen, nach denen die Ermittler suchen, stammt offenbar aus Langenfeld. Soviel immerhin sei bekannt, berichtete der WDR. Bei dem dunkelhäutigen Mann, der die Tasche mit dem Sprengsatz am Gleis abgestellt hat, soll es sich hingegen um ein Mitglied der Bonner Islamistenszene handeln, heißt es in der FAS. Der aus Somalia stammende Abdirazak B. soll Verbindungen zu Al-Kaida haben.
Sprengsatz mit Konstruktionsfehler
Laut „Spiegel“ haben nur Unzulänglichkeiten der Bombenbauer eine Katastrophe am Bonner Bahnhof verhindert. Demnach war der Zünder des Sprengsatzes bereits ausgelöst. Er funktionierte aber nicht, weil der Strom aus den Batterien offenbar zu schwach war. Doch selbst bei einer erfolgreichen Zündung wäre die Bombe wegen eines Konstruktionsfehlers nicht detoniert, sondern hätte eine „potenziell tödliche Stichflamme“ verursacht.
Pikanterweise gibt es keine Aufzeichnungen vom Bahnsteig, die helfen könnten, die Fast-Katastrophe zu rekonstruieren. So wurden Videobilder der Überwachungskameras zwar an die Sicherheitszentrale übermittelt, aber nicht gespeichert. Nun schieben sich Deutsche Bahn und Bundespolizei gegenseitig den Schwarzen Peter zu. „Am Bonner Bahnhof hatten wir von der Bundespolizei keinen Auftrag für Videoaufzeichnungen“, sagte ein Bahn-Sprecher der „Bild am Sonntag“. Die Bundespolizei kritisierte fehlende Aufzeichnungskapazitäten bei der Bahn. Offenbar sind beide Seiten für das Fehlen verantwortlich. Denn laut „Spiegel“ hatten sie sich darauf geeinigt, nur an zentralen Bahnhöhen Videobilder zu speichern. Der Bonner gehörte dazu offenbar nicht.
Streit über Konsequenzen
Unterdessen streitet die Politik über Konsequenzen. „Wir brauchen keine neue Debatte über Strafverschärfungen oder mehr Videoüberwachung“, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring. „Vielmehr sind effektive Sicherheitsbehörden nötig, die den Fall aufklären.“ Damit reagierte Döring auf Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der mehr Videoüberwachung an Bahnhöfen will. „Es ist ein populistischer Reflex, jetzt wie Friedrich schnell eine einfach Lösung zu fordern, um der Bevölkerung ein falsches Gefühl von Sicherheit zu geben“, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der WAZ-Mediengruppe.

20:21
Was hat sich der WAZ-Konzern, bloß dabei gedacht, hier und in den anderen Artikeln zu diesem Thema auch noch Tipps zu geben, was möglicherweise bei der Bombe schiefgelaufen ist. Ich halte das für unverantwortlich, so etwas unreflektiert zu veröffentlichen. Genauso unverantwortlich, wie die genannten Ermittler- und Sicherheitskreise.
08:15
Die wollen uns einfach nur umbringen. Weil wir keine Moslems sind.
22:21
Da tappen die Fahnder wieder mal im Dunkeln, weil Liberale und Grüne stets bemüht sind, wichtige Sicherheitsmaßnahmen aus angeblichen Datenschutzgründen zu verhindern. Wem nützt das? Wie sich zeigt, den Verbrechern (wie so oft). Dabei zeigt sich immer wieder, wie wichtig diese Aufzeichnungen sind. Offenbar scheinen die Örtlichkeiten in einem Fast-Food-Restaurant in Punkto Sicherheit besser ausgestattet zu sein, als wichtige Verkehrsplätze (was jetzt den Fahndern zugute kommt). Peinlich peinlich...
Ein Grund mehr, diesen Parteien die rote Karte zu zeigen.
Für Sie muss es dann jemanden geben, der die ultimative Frage stellt: "Wollt ihr die totale Überwachung?
Und Sie und ihresgleichen rufen dann voller Inbrunst "JA"!
Da muss man nicht lange überlegen wohin derartige Forderungen führen.
21:26
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ganz schön konservativ du vogel
So stellt sich also Hänschen Hottchen die Lösung komplexer Probleme vor?!
Vielleicht sollten Sie vorher noch etwas Sesamstrasse schauen ..
20:14
Zitat: "Denn laut „Spiegel“ hatten sie sich darauf geeinigt, nur an zentralen Bahnhöhen Videobilder zu speichern. Der Bonner gehörte dazu offenbar nicht."
Bitte? Was ist denn das für eine Ausrede? Was könnte denn zentraler sein, als ein HAUPTbahnhof?
Was kommt als nächstes? Ist der Hauptbahnhof in Köln auch nicht zentral genug, weil die NRW-Landeshauptstadt nun mal Düsseldorf ist? Man man man.
19:28
Da macht der Staat für den Bürger unerträglich viele Schnüffelgesetz, dievornehmlich mit der Terrorbekämpfung begründet werden. Doch wiederum verhindert scheinbar nur die Dummheit oder Unzulänglichkeit der Bombembauer den Tod unzähliger Menschen und eben nicht der Überwachungsstaat mit seinen fraglichen Überwachungsinstitutionen. Auch beim dem Regionalzuganschlag seinerzeit war es nur der Blödheit unserer gläubigen Bombenbauer zu verdanken, dass niemand zu schaden gekommen ist.