Zügige Asylverfahren auch in NRW erwünscht

Düsseldorf..  Die NRW-Städte fordern eine Beschleunigung der Asylverfahren. „Wir wollen Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak helfen. Menschen aus sicheren Herkunftsländern vor allem in Südosteuropa, die keinen Asylgrund haben, müssen aber schneller abgeschoben werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des NRW-Städte- und Gemeindebundes, Bernd-Jürgen Schneider, der NRZ.

Vor der Klausur in Wildbad Kreuth trifft der CSU-Vorstoß für schnellere Asylverfahren in NRW auf breite Unterstützung. CDU-Landeschef Armin Laschet begrüßte die Forderung. „Wir brauchen mehr Mitarbeiter im Bundesamt zur schnelleren Bearbeitung der Anträge“, sagte Laschet der NRZ. „Es erleichtert die Kommunen, wenn sie sich konzentrieren können auf die Integration der Flüchtlinge, die unter Lebensgefahr Verfolgung und Krieg entronnen sind und auf Dauer bleiben.“ Derzeit kämen aber 40 Prozent der Asylbewerber aus Demokratien des Balkans. Auch Innenminister Ralf Jäger (SPD) hält zügige Asylverfahren für notwendig. Derzeit dauern Asylverfahren im Schnitt sieben Monate – es gibt bundesweit 130 000 unerledigte Verfahren. Zudem werden Tausende abgelehnte Asylbewerber aus humanitären Gründen geduldet.