Zahl linker Gewalttaten 2011 offenbar gestiegen
06.02.2012 | 15:49 Uhr 2012-02-06T15:49:17+0100
Berlin. Die Fallzahl linker Gewalttaten ist im vergangenen Jahr offenbar gestiegen. Das belegt eine vorläufige Statistik für das Jahr 2011. Die rechtsmotivierte Gewalt ging demnach im selben Zeitraum nur unwesentlich zurück.
Die Zahl linksextremistischer Gewalttaten ist nach einer vorläufigen Statistik im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die Behörden registrierten 2011 mit insgesamt 1160 Fällen linksmotivierter Gewalt gut ein Viertel mehr als im Vorjahr, wie die "Bild"-Zeitung vom Montag berichtete. Das Bundesinnenministerium billigte den genannten Zahlen aber nur "geringen Aussagewert" zu.
Mit 783 Verletzten gab es den Angaben von "Bild" zufolge einen Anstieg um mehr als 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Im Gegensatz zu den Fällen linker Gewalt sei die Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten 2011 leicht auf insgesamt 579 Fälle gesunken. 2010 wurden demnach 597 Fälle registriert. Während 2011 dabei 607 Menschen verletzt worden seien, waren es 2010 insgesamt 599 Verletzte.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums basieren die Zahlen auf den Antworten zu parlamentarischen Anfragen über die Entwicklung extremistischer Gewalt. Es sei allerdings mit Nachmeldungen zu rechnen, sagte der Sprecher des Ministeriums, Jens Teschke. Deswegen handele es sich um vorläufige Angaben, erst im März würden die endgültigen Zahlen vorgelegt. Es gebe bislang keine Hinweise für einen Rückgang rechtsextremer Straftaten, sondern im Gegenteil bei fremdenfeindlichen Delikten sogar eine Steigerung.
Wie die "Bild"-Zeitung weiter berichtete, stieg die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten mit linksextremistischem beziehungsweise rechtsextremistischem Hintergrund 2011 insgesamt an. Im vergangenen Jahr habe es 5839 linksmotivierte Straftaten gegeben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das sei ein Anstieg um rund 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zugleich habe es 12.381 rechtsmotivierte Straftaten und damit knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor gegeben. Die politisch motivierten Taten mit antisemitischem Hintergrund seien um rund elf Prozent auf 775 Fälle gesunken.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte sich besorgt über die Statistik. Die Morde und Raubüberfälle der rechtsextremistischen "Zwickauer Zelle" stellten zwar alles in den Schatten, was es an politisch motivierter Kriminalität in den vergangenen Jahren gegeben habe, erklärte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut am Montag in Berlin. "Aber auch der sprunghafte Anstieg linksextremistischer Gewalttaten gibt Anlass zu größter Sorge."
Witthaut warnte davor, das linksextreme Gewaltpotenzial nicht ernst zu nehmen. "Es wäre fatal, wenn Politik und Gesellschaft unter dem Eindruck der rechtsextremistischen Mordserie das offenbar anwachsende linke Gewaltpotenzial nicht ernst nähmen", warnte der GdP-Chef. "Unrecht der einen relativiert nicht das Unrecht der anderen", fügte er hinzu. Witthaut wies zugleich Vorwürfe zurück, die Behörden seien auf dem rechten Auge blind.

11:55
Die Morde und Raubüberfälle der rechtsextremistischen "Zwickauer Zelle" stellten zwar alles in den Schatten, was es an politisch motivierter Kriminalität in den vergangenen Jahren gegeben habe, erklärte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut am Montag in Berlin. "Aber auch der sprunghafte Anstieg linksextremistischer Gewalttaten gibt Anlass zu größter Sorge.
Herr Witthaut wenn Ihr Gedächtnis nicht richtig funktioniert, sollten Sie sich zurückhalten.
Nach dem WK II, war in Deutschland, die linksorientierte RAF, die größte politisch orientierte, Verbrecherorganisation.
Diese linke Mörderbande konnte sich sogar, nach ihren Taten, in ein ihnen, freundlich gestimmtes Land, DDR, zurückziehen.
Gewalttaten zahlenmäßig zu vergleichen, ist ein Hohn gegen die Opfer dieser Taten.
Politische Verbrechen sind besonders verabscheuungswürdig.
Diese Taten, werden von diesen Verbrechern, langfristig geplant.
10:30
...und ist verstimmt (Alte Theaterweisheit)
Die richtige Schlagzeile zur richtigen Zeit.
Ein Schelm, der böses dabei denkt.
Was in den meisten Berichten dazu gern unterschlagen wird:
Weserkurier
"Innenressort-Sprecherin Petra Kodré verweist jedoch darauf, "dass sich davon allein 138 Vorfälle im Zusammenhang mit Aktionen gegen den NPD-Aufmarsch Ende April 2011 ereignet haben." Ohne dieses unerfreuliche Großereignis sei kaum eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr erkennbar."
23:57
Im Artikel wird mit keinem einzigen Wort beschrieben worum es denn letztlich geht: Was ist denn "linksextreme Gewalt"? Und die nächste Frage. Woran erkennt man an einer "Gewalttat", ob sie von Linken, Bekloppten oder sonstwem begangen wurde. Standen bei den Gewalttaten Bild-Reporter daneben und haben die Gewalttäter gefragt: Seid ihr linke Gewalttäter?
Man sieht allein an o a wie dumm dieser Artikel ist. Man kann sich da denken, dass es nur darum geht, von "linke" Gewalttat aud die Partei die Linke zu schließen.
PS: Unter "linke Gewalttat" fällt vermutlich auch, wenn sich Leute Neonazis bei deren von unseren Gesetzgebern erlaubten Demo-Aufmärschen in den Weg stellen.
21:37
Offenbar können diese Gewalttaten allerdings nicht alleine den Linken angedichtet werden, denn die sPD und die grünen werden ebenfalls als links betrachtet.
19:18
Mir wäre es in dieser Statistikreiterei mal wichtig zu erfragen, warum denn so selten die Todesopfer rechter und linker Gewalt seit der Wende gegenüber gestellt werden. Damit auch die Qualität der Gewalttaten bewertet werden kann.
Soll hier wieder davon abgelenkt werden und relativiert werden, wo die menschenverachtende Ideologie zu suchen ist ?
Jahrelang konnte hier unbeobachtet vom Verfassungsschutz gemordet werden, verniedlicht durch die Presse als Dönermorde. Der Verfassungsschutz war nicht in der Lage auch nur einen Mord zu verhindern. Rechte fühlen sich oft auf Grund ihrer egozentrischen Weltsicht benachteiligt. Sicher ist nun wohl, dass der Staat und Presse rechtsextrmenen Terror verniedlichen, und sich damit zum Büttel der Politisierung einer Entwicklungsretardierung machen.
18:35
Wohl wahr. Viele dürften zudem nicht wissen, dass die BILD sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr Zeitung nennen darf (dafür machen es bspw. die Redakteure hier regelmässig).
Laut Gerichtsurteil erfüllen sie nicht annähernd die Standards einer Zeitung, auch in der Hinsicht, dass sich die Leser eben keine (eigene) Meinung bilden können mangels Erklrärungs-Defiziten, was etwa gesellschaftspolitische Entwicklungen betrifft.
Politik lässt sich so aber auch - manipulativ - mitgestalten.
Angesichts des wieder aufflammenden Linken-Bashings (wie vor der letzten BT-Wahl...) muss ich doch glatt mal nachschauen, ob bald eine Wahl ansteht.
Wobei: Auch zur Ablenkung von wichtigeren Themen taugt so ein bashing allemal. Etwa beim Thema Neonazi-Morde/-Gewalt...
18:12
Vergleichen wir mal die Zahlen aus dem Artikel:
5.839 linksmotivierte Straftaten (das sind 5.839 zu viel)
12.381 rechtsmotivierte Straftaten (auch hier 12.381 zu viel)
Komisch, dass die Überschrift (auch in der BILD) demnach nicht hieß:
Wieder mehr als doppelt soviele rechte wie linke Straftaten.
17:57
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16:42
Kommen die Meldungen von Adolf Dobrindt aus dem "C"SU Hauptquartier ?????
Übrigens, bei Meldungen der BLÖD Zeitung ist immer grösste Vorsicht geboten !
16:10
Jetzt muss doch schnell ne Statistik her...