Zahl der Opfer aus NRW steigt auf jetzt 64

Was wir bereits wissen
Zur Gedenkminute versammelten sich Hunderte Menschen im zentralen Eingangsbereich des Düsseldorfer Landtags, Abgeordnete und Mitarbeiter.

Düsseldorf.. Unter den 150 Opfern des tragischen Flugzeugabsturzes sind mehr Menschen aus NRW als zunächst angenommen. Von den 73 Insassen aus Deutschland, die bei dem Flugzeugabsturz starben, stammten 64 Menschen aus Nordrhein-Westfalen, wie Ministerpräsidenten Hannelore Kraft (SPD) mitteilte. Zuletzt war von rund 50 Opfern aus dem Land die Rede gewesen. Ministerpräsidentin Kraft kündigte gestern eine zentrale Trauerfeier an, die in Absprache mit der Bundesregierung geplant werde. Wo und wann diese stattfinden wird, ist noch nicht klar.

Flugzeugunglück „Es ist herzergreifend“

Kraft war am Mittwoch zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Frankreich gereist, um sich ein Bild von der Absturzstelle zu machen. Zurück im Landtag dankte sie den vielen Helfern und Seelsorgern in Deutschland und auch vor Ort in Frankreich. „Es ist herzergreifend, wie die Menschen vor Ort mit der Situation umgehen“, sagte Kraft. Sie erklärte, weiter mit der Stadt Haltern am See in Kontakt zu stehen. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des dortigen Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord des abgestürzten Flugzeugs.

Noch immer sichtlich bewegt von dem Flugzeugunglück schrieb Hannelore Kraft ins Kondolenzbuch, das seit Dienstag im Düsseldorfer Landtag ausliegt: „Nordrhein-Westfalen trauert und ist fassungslos. Unsere Gedanken, unsere Herzen sind bei den Familien und Freunden der Angehörigen. Unser Dank gilt allen, die helfen, vor Ort, auch in der Seelsorge bei und mit den Familien. Wir sind auch in Gedanken bei den Einsatzkräften in Frankreich, die Beeindruckendes leisten. Merci!“

Gedenken Schock über das Unglück sitze tief

Zur Gedenkminute um 10.53 Uhr versammelten sich Hunderte Menschen im zentralen Eingangsbereich des Düsseldorfer Landtags, Abgeordnete und Mitarbeiter. CDU-Fraktionschef Armin Laschet sagte anschließend, der Schock über das Unglück sitze tief. „In diesem Flugzeug von Barcelona nach Düsseldorf hätte jeder von uns sitzen können“, so Laschet. „Das greift ein in den eigenen Alltag und macht mich sehr betroffen.“