Wulffs Nominierung enttäuscht die Frauen
04.06.2010 | 21:09 Uhr 2010-06-04T21:09:00+0200
Essen/Berlin.Ist Christian Wulff (CDU) der richtige Mann fürs Präsidentenamt? Deutschland ist gespalten. Vor allem Frauen hätten lieber seine Partei-Kollegin Ursula von der Leyen dort gesehen.
Viele würden lieber Ursula von der Leyen als Bundespräsidentin sehen. Die Publizistin und Politikberaterin Gertrud Höhler bedauert, dass die Ministerin sich nicht durchsetzte. „Sie hätte ein wunderbarer Kontrast sein können zu all den dickbauchigen Männern, die man sonst in diesem Amt findet.“ Höhler erhebt Vorwürfe gegen die Politik: „Es wäre eine Innovation gewesen, die Deutschen wollten diese Innovation, aber Politiker haben sie verhindert.“
Auch die Theologin Uta Ranke-Heinemann zeigt sich enttäuscht von der Kandidatenkür. Die 82-Jährige, Tochter des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann und 1999 selbst Kandidatin für das Amt, hätte auch lieber eine Frau in Schloss Bellevue gesehen, wenn auch nicht Ursula von der Leyen: „Ich war für Margot Käßmann.“ Die frühere Bischöfin war nach dem Rücktritt Horst Köhlers als Nachfolgerin im Gespräch.
„Von der Leyen weckt Widerspruch“
SPD-Vize Manuela Schwesig kritisiert, CDU-Chefin Angela Merkel habe eine „Riesenchance“ vertan, und bezeichnet Wulff als Parteipolitiker, der sich selbst ins Amt gedrängt habe. Ins gleiche Horn stößt die Medienexpertin Miriam Meckel. Sie spricht von „parteitaktischen Spielchen mit Verfassungsrang“. SPD-Chef Sigmar Gabriel ätzt: „Zwei Frauen, modern dazu, das war wohl etwas zu viel für die Union.“
Einverstanden mit dem Kandidaten Wulff ist hingegen der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte. Er glaubt, dass es bei der Auswahl der Kandidaten überhaupt nicht auf das Geschlecht ankomme. „Kanzlerin und Bundespräsident müssen gut zusammenarbeiten können, das ist viel wichtiger.“ Christian Wulff befinde sich „auf gleicher Linie und in gleicher Liga“ wie Merkel und sei viel mehr Integrationsfigur als die Bundesarbeitsministerin. „Ursula von der Leyen polarisiert mehr und weckt Widerspruch, Wulff ist innerparteilich unumstritten“, sagt Korte.
Wulff (50) hatte sich gegen von der Leyen durchgesetzt. Daraufhin stellten SPD und Grüne Joachim Gauck (70) als Gegenkandidaten auf, den früheren Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde.

13:19
Zweifel sind angebracht
Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob der Wulff ueber das notwendige Format verfuegt, die schwierige Menschenrechtslage in Deutschland direkt anzusprechen.
Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto Mehr Freiheit wagen. Tatsächlich aber hat die Merkel in den letzten 4 Jahren u.a. dafür gesorgt, dass
- die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art unverändert fortgesetzt wurden,
- die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher systematisch der Strafverfolgung entzogen wurden,
- mittels Vorratsdatenspeicherung sämtliche Verbindungsdaten von Internet- und Handy-Verbindungen über einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert werden,
- das BKA eigenmächtig - ohne Beaufsichtigung durch einen Staatsanwalt -präventive Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht durchführen darf,
- die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,
- das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,
- die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.
Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt. Die Merkel hat den Begriff Freiheit damit vollständig entkernt. Deutschland ist schon längst ein asozialer Unrechtsstaat. Und das muss man direkt ansprechen.
An der Verschlechterung der Menschenrechtslage ist bereits der Koehler gescheitert. Sollte der Wulff die drastische Verschlechterung der Menschenrechtlage und die dafuer verantwortlichen asozialen Straftaeter nicht konsequent kritisieren, droht der Wulff alsbald im Amt zu verschleissen.
16:47
.... wer will, der kann:
http://www.petitiononline.com/171027WM/petition.html
proGauck Petition.
10:56
Als die CDU, Merkel zur Kandidatin für das Bundeskanzleramt ernannte, waren die Männer enttäuscht, was für eine dämliche Überschrift ist das denn, kann nur von einer Altemanze und Grünsocke kommen, die noch Quote brauchen.
07:53
Zur Wahl des Bundespräsidenten
Willy Brand wolltte zu seiner Zeit mehr Demokratie wagen - traut Frau Merkel scheint der Demokratie, dem Volk nicht? Hatte sie nichts von den Wir sind das Volk - Rufen gehört, die zur Abschaffung der letzten deutschen Diktatur beitrugen? Oder liegt es schlicht an ihrer politischen Sozialisation in der Absegnungs-Partei Ost-CDU? Da wo es geboten wäre, entschlossen der Krise entgegenzuwirken, mit allen gesellschaftlichen Kräften einen Konsenz zu finden,windet sich Frau M., wartet ab, taktiert, Personalien aber drückt sie durch. Eine Schande!
19:12
Hallo dr.einstein, Sie haben es richtig gesehen. Wenn es wirklich so sein sollte, wie es Herr Korte da beschrieben hat, waere dies katasrophal. Der/die Bundespraesident/in soll noch mal auf die Gesetze draufschauen, bevor er sie unterschreibt und nicht zusammenarbeiten.
Glueckauf.
17:00
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11:48
Ist doch totaler Schwachsinn. Allein das Frau-Sein zeichnet noch keinen BP aus. und Zensursula ist so ziemlich die letzte, die sich für dieses Amt eignet. Es wäre eh besser für das Land und Ihre Kinder, wenn sie sich lieber um diese kümmern würde als sich ständig vor Ihrem Daddy zu profilieren.
09:35
meine Frau ist nicht gefragt worden. Idiotischer WAZ-Aufmacher!
09:31
In der ganzen Diskussion hier geht der eigentlich skandalöse Satz des Artikels leider unter. Herr Super-Experte Korte verteidigt die Nominierung Wulffs mit den Worten: Kanzlerin und Bundespräsident müssen gut zusammenarbeiten können, das ist viel wichtiger. Christian Wulff befindet sich auf gleicher Linie und in gleicher Liga wie Merkel...
Ist das wirklich die Aufgabe des Bundespräsidenten? Auf einer Linie mit der Kanzlerin zu sein? Solche Äußerungen beschädigen das Amt des BP viel mehr als etwas überspitzte Kritik am Amtsinhaber.
P.S. Ich hätte auch nichts gegen eine Frau in dem Amt, aber ich bin entschieden gegen diese selbstgefällige Supermutti in diesem Amt.
09:28
Frau v d L. hat sicher schon bewiesen wozu eine
Frau im menschlichen zusammenleben bestimmt
ist,und das ist gut so.MfG H-R G.