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Wulffs „Freunde“

08.02.2012 | 20:11 Uhr

Mein Gott, Wulff! Gibt es irgendein Schnäppchen, das dieser Mann jemals nicht hat mitgehen lassen?

Soviel haben wir inzwischen gelernt: Der einstige nieder­sächsische Ministerpräsident hatte eine ­fatale Neigung, es sich auf Kosten von ­Geschäftsleuten wohl sein zu lassen, die er seine Freunde nannte, und von denen der eine oder andere sich womöglich politische Gefälligkeiten erhoffte.

Die Frage ist, worüber man den Kopf ­heftiger schütteln soll. Über den unab­lässigen Strom stets neuer Enthüllungen oder die teils bizarren Erklärungs- und ­Reparaturversuche aus Bellevue.

Jetzt also sollen wir glauben, dass ein ­„befreundeter“ Filmunternehmer Wulff die Kosten eines Sylt-Urlaubs „verauslagt“, ­dieser aber noch in der Hotellobby beim ­Abschied den Betrag erstattet hat. Bar auf die Kralle. Immerhin 774 Euro. Soviel hat man üblicherweise nicht im Portemonnaie.

Eine betroffene Miene braucht deswegen niemand aufzusetzen. Wir müssen mit dem Mann ja nur noch bis 2015 leben. Und was immer man mittlerweile über seine Präsidentschaft denken mag: Ihren Unterhaltungswert hat sie zweifelsohne.

Winfried Dolderer

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