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Korruptionsaffäre

Wulff will Einstellung der Ermittlungen erreichen

05.04.2013 | 22:09 Uhr
Wulff will Einstellung der Ermittlungen erreichen
Christian WulffFoto: dapd

Hannover.   In der Korruptionsaffäre um Ex-Bundespräsident Wulff dringt die Verteidigung auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Auflagen. Entsprechende Schriftsätze der Anwälte auch des Filmmanagers David Groenewold sollen am Freitag laut einem Medienbericht der Justiz in Hannover zugestellt worden sein.

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff will nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" erreichen, dass die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen gegen ihn vorbehaltlos einstellt. In dem Korruptionsverfahren sei dies das Ziel von Wulffs Anwälten, berichtet die Zeitung in ihrer Samstagausgabe. Aus Sicht der Anwälte solle das Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt werden.

Wulffs Anwalt Gernot Lehr wollte dazu am Freitagabend nicht Stellung beziehen. "In dem laufenden Verfahren sagen wir nichts", sagte er der dpa.

Vertreter der Anklagebehörde und Anwälte wollen sich am Montag in Hannover treffen. Offen ist, ob dabei eine Entscheidung fällt. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Wulff und dem ebenfalls unter Korruptionsverdacht stehenden Berliner Filmproduzenten David Groenewold angeboten, bei Zahlung einer Geldauflage keine Anklage zu erheben.

In dem Ermittlungsverfahren geht es um zwei Übernachtungen im Jahr 2008 in München im Wert von 770 Euro. Groenewold soll sie für das Ehepaar Wulff bezahlt haben. Im Gegenzug soll sich Wulff in einem Brief an Siemens-Chef Peter Löscher für ein Filmprojekt von Groenewold eingesetzt haben. Wulff und Groenewold bestreiten dies. (dpa/dapd)



Kommentare
07.04.2013
13:00
Wulff will Einstellung der Ermittlungen erreichen
von wohlzufrieden | #3

Pech für ihn, das er geschieden ist. Eine mögliche Geldstrafe könnte seine Ex-Frau mit Leichtigkeit mit ihrer Hände Arbeite redlich erwirtschaften...

1 Antwort
Berichtigung
von wohlzufrieden | #3-1

Bei dem Wort "Arbeit" hat sich ein "e" einschlichen, wie "bete und arbeite..." kicher.

06.04.2013
11:59
Wulff will Einstellung der Ermittlungen erreichen
von Jorgel | #2

Das ist also von 21 Vorwürfen gegen Wulf übriggeblieben, nachdem 20 Spuren im Sande verlaufen sind.

Nämlich das Groenewold mit Wissen Wulffs anlässlich eines Besuchs auf dem Oktoberfest 2008 in München Teile von Wulffs Hotelrechnung übernommen haben soll. Es geht um eine Summe zwischen 400 und 770 Euro.

Angeblich soll Wulff deshalb für ein von Groenewold favorisiertes Filmprojekt eine Art Bittbrief geschrieben haben- und zwar mehrere Monate nach dem Oktoberfestbesuch.

http://www.focus.de/politik/deutschland/wulff-unter-druck/20-von-21-spuren-erledigt-wulff-fordert-vorbehaltlose-einstellung-des-korruptionsverfahrens_aid_954581.html

Wobei sich weder Wulffs Wissen, noch der ursächliche Zusammenhang beider Vorgänge nachweisen lässt. Das müsste die Staatsanwaltschaft allerdings tun, wenn Wulff und Groenewold ihr Angebot ablehnen. Na dann, viel Spaß dabei...

06.04.2013
09:44
Wetterleuchten
von wohlzufrieden | #1

Droht der, falls die Ermittlungen nicht eingestellt werden, wieder mit einem "Stahlgewitter"?

1 Antwort
Klopf klopf - ihre Sprüche sind genauso sinnlos wie die Ermittlungen
von weihnachtsmann78 | #1-1

es gibt kein Wetterleuchten, aber die Staatsanwaltschaft erklärt uns sicher gerne wieviel Geld uns Steuerzahler die bisherigen sinnlosen Ermittlungen gekostet haben - uns was bleibt übrig Hotelübernachtungen u.a. im Wert von ca. 700 Euro.

Klar - für so viel Kohle würde so mancher Sprücheklopfer hier seine Frau verkaufen. Aber ein Riesenaufstand der Staatsanwaltschaft + Presserummel hierfür?
Was in Wahlkampfzeiten alles so möglich ist.....

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