Wulff soll neuer Bundespräsident werden
03.06.2010 | 16:48 Uhr 2010-06-03T16:48:00+0200
Berlin.Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff soll Bundespräsident werden. Gleichzeitig haben sich SPD und Grüne auf den DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als Kandidaten verständigt.
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) soll neuer Bundespräsident werden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur DAPD am Donnerstag aus Koalitionskreisen. Die drei Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (FDP) und Guido Westerwelle (FDP) wollten ihn noch am Abend in Berlin offiziell als Nachfolger von Bundespräsident Horst Köhler vorstellen. Wahltermin ist der 30. Juni. Schwarz-Gelb verfügt in der Bundesversammlung über eine Mehrheit, Wulffs Wahl wäre damit sicher.
Wulff sollte am Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Reichstagsgebäude offiziell vorgestellt werden. Der 50-Jährige schlug überraschend Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aus dem Rennen, die zuvor als Favoritin gegolten hatte.
Den DAPD-Informationen zufolge soll der Widerstand gegen von der Leyen aus der CDU selbst und dort vor allem von den Landesfürsten gekommen sein. Zum einen gelte sie zwar als unverzichtbar im Bundeskabinett, nicht nur mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen. Zum andern gebe es aber auch Bedenken, ob sie in der derzeitigen Krisensituation die richtige Kandidatin für das höchste Staatsamt und ob sie stark und eloquent genug für das Amt des Bundespräsidenten sei.
Grüne gegen Wulff
Die Grünen-Parteivorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir kritisierten die Entscheidung. „Bundeskanzlerin Merkel hat die Chance vertan, auf die ernste Situation mit einer allseits respektierten Persönlichkeit an der Staatsspitze zu antworten, die auch über Lager- und Parteigrenzen hinaus strahlt und von der Bevölkerung breit akzeptiert wird“, erklärten beide. Stattdessen sei ihre Kandidatenauswahl „von machttaktischem und parteipolitischen Kalkül gekennzeichnet“. Wulff sei nicht der Rettungsanker, als den Union und FDP ihn präsentieren wollten, erklärten die Grünen-Politiker.
Die Vorsitzenden der Linken, Klaus Ernst und Gesine Lötzsch, sprachen sich ebenfalls gegen eine Wahl Wulffs aus. Ernst erklärte, Wulff „wäre ein reiner Kandidat von Schwarz-Gelb und für uns nicht wählbar“. Lötzsch meinte, der Niedersachse sei offenbar eine Verlegenheitslösung. „Ich kann mich nicht erinnern, dass Christian Wulff irgendeine Diskussion angestoßen hätte, die die Gesellschaft vorangebracht hat“, erklärte sie.
Überparteiliche Amtsführung
SPD und Grüne erwägen, den Theologen Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorzuschlagen. Das meldete die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Die Welt“. Gauck stehe für eine überparteiliche Amtsführung und genieße Reputation weit über das eigene Lager hinaus, hieß es demnach in SPD-Kreisen. Gauck war erster Beauftragter für die DDR-Stasi-Unterlagen. Der Bürgerrechtler gehörte 1990 der ersten und letzten frei gewählten DDR-Volkskammer an.
Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ trafen sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Trittin, am Donnerstag mit dem früheren DDR-Bürgerrechtler. Er habe seine Zustimmung gegeben, als Gegenkandidat der Opposition in die Bundesversammlung zu gehen. (ap)

00:54
Nachdem die SPD zweimal Gesine Schwan chancenlos als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl verschlissen hat, wollen sie jetzt Joachim Gauck als weiteres Opfer mißbrauchen. Wissend, dass dieser ebenso keine Chance hat, da CDU/FDP in der Bundesversammlung die Mehrheit haben. Wieviel angesehene Leute wollen die eigentlich noch zur Befriedigung ihrer Profilneurose benutzen?
23:18
Diesse Dame ist zwar sonst nichrt die INTELLIGENTESTE , jedoch ist dieser ein kluger Schachzug von ihr, ein Kontrahent weniger.
21:03
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20:56
Diese rollende Tonne hat - wie immer - alles phantastisch eingefändelt und die Frage stellt sich, wielange das Deutsche Volk diese Null noch ertragen muß.
20:36
Bekommt als Antrittsgeschenk ne grüne Kelle, kann dann die Gesetzentwürfe besser durchwinken.
19:53
Ich bin mal gespannt was der Wulf zum Kampfeinsatz der Bundeswehr sagt !!!
Die gesamte CDU/CSU ist dafür !!!
Ich will keinen Bundespräsidenten der überall rumknallen will !!!
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19:45
Ich schlage vor, dass das teure Geld für die Bundespräsidentenwahl gespart wird. Die Dame aus der Uckermark hat Herrn Wulff ernannt, und ihre getreuen Deppen werden ihm ihre Stimme nicht versagen. Also, wozu der ganze Zirkus?
Wie er allerdings unser aller Präsident sein will, nachdem wir in dieser Sache nicht zu melden haben und nichts beeinflussen können, ist mir schleierhaft. Jedenfalls dürfen wir dieses Affentheater wieder bezahlen und können nur hoffen, dass Herr Wulff sein Schloss nicht so teuer renovieren lässt wie seinerzeit RvW.
19:38
......Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (FDP) und Guido Westerwelle (FDP)....
Naja, wenn Seehofer gez zur FDP gegangen ist kann ein 50jähriger ja noch 20Jahre als Präses arbeiten. (Oder darf der schon früher als ein Dachdecker in Rente?)
19:33
Ganz so einfach sollte man es sich nicht machen.
Wo sind denn die Menschen von Format, wo
man sagen könnte: Ja, der ist es!
Etwa in der Wirtschaft? Sind das nicht in der
Regel alles Ackermanns und Zumwinkels?
Und Politiker. Da gab es welche mit Charisma,
Adenauer, Erhard, Brandt,Schmidt, ja selbst
Strauss war auf seine Art ein Politprofi.
Das Ende kam mit ****** Helmut. Der lag wie
Mehltau auf unserem Land, hat alles erstickt.
Dass ein Zögling von Kohl überhaupt Kanzlerin
werden konnte, sagt viel über die Qualität der
jetzigen Politikergeneration aus.