Wolfgang Schäuble rüffelt konservative Griechen
15.02.2012 | 09:20 Uhr 2012-02-15T09:20:28+0100
Berlin. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat Kritik an dem Verhalten konservativer Abgeordneter in Griechenland geübt. Er bemängelte, dass die Griechen keine Versprechen darüber abgeben wollten, ob sie nach einer Neuwahl an den Sparbeschlüssen festhalten. Nur so könne eine unkontrollierte Entwicklung in Griechenland verhindert werden.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den griechischen Konservativen ein mangelndes Bekenntnis zum Sparkurs der Regierung in Athen vorgeworfen. Einer der schwierigsten Punkte in den aktuellen Verhandlungen mit Athen sei, dass vor allem die "Nea Demokratia" bisher nicht klar genug verspreche, auch im Fall eines Wahlsieges im April die Sparbeschlüsse unangetastet zu lassen, sagte Schäuble am Mittwoch im Südwestrundfunk. Das sei auch einer der Gründe, warum sich die Euro-Finanzminister nicht wie geplant am Mittwochabend treffen, sondern sich erst am kommenden Montag auf ihrer regulären Sitzung detailliert mit der Griechenland-Krise befassen würden.
Die Euro-Finanzminister hätten bereits vergangene Woche deutlich gemacht, dass für eine Zustimmung zum zweiten Rettungspaket alle Voraussetzungen erfüllt sein müssten. Daran habe er Zweifel.
Es müsse alles daran gesetzt werden, eine unkontrollierte Entwicklung in Griechenland zu verhindern, mahnte der CDU-Politiker. Zugleich sieht er die Euro-Zone heute besser aufgestellt als noch vor zwei Jahren. Andere Krisenländer der Euro-Zone nähmen ihre Probleme besser in Angriff. Italien und Spanien machten große Fortschritte. Zudem gebe es inzwischen den Fiskalpakt, schließlich auch die Rettungsschirme. "Die Währungsunion wird in keinen Fall scheitern", zeigte sich Schäuble überzeugt. (dapd)

23:05
Einige wenige haben ja schon verstanden, worum es unseren Politiker geht.
Um die Rettung der Banken und nicht etwa um die Rettung Griechenlands.
Einige haben auch verstanden, dass nach Griechenland bisher kein einziger Steuergroschen geflossen ist.
Einige wenige. Die meisten aber diskutieren auf Bildzeitungs-Niveau. Erkenntnis fortschritte sind bei denen wahrscheinlich auch kurz vor ihrem Tod nicht zu erwarten-.
23:02
Wie dement muss man eigentlich sein, dass man die Absurdität der Sparprogramme nicht erkennt?
Griechenland, mit einem Exportanteil von 20% an seinem BIP, kann nicht gesunden, wenn man spart. Denn wer spart, der gibt weniger aus und die, die darauf angewiesen sind, dass sie Einnahmen haben, haben weniger Einnahmen.
Kann es sein, dass Schäuble die Ökononmie nicht versteht?
Es ist doch ganz einfach. Solange mehr Ausgaben an einer Stelle gekürzt werden, als an anderer Stelle Ausgaben erhöht werden, muss die Wirtschaft schrumpfen.
Ob das die Schrumpfköpfe der Troika verstehen?
Der Staat kann auch noch so sehr seine Ausgaben kürzen, wenn die Ausgabenkürzungen nicht an anderer Stelle durch Mehrausgaben kompensiert werden, müssen als Konsequenz auch seine Einnahmen aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsleistung sinken.
12:45
"Bappa" Hesselbach sagte einmal: "Wenn jemand sagt, es "bestehe kein Grund zur Beunruhigung", ist das ein Grund, unruhig zu werden."
12:18
Wenn ein Politiker sagt, Zitat: "...Die Währungsunion wird in keinen Fall scheitern..." kann man davon ausgehen, dass genau das Gegenteil gemeint ist.
Mit anderen Worten:
Die Währungsunion ist am Ende.
12:13
Soll das ein Witz sein?
"Moody’s stuft Italien, Spanien, Portugal herunter"
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/02/38158/
12:06
Schäuble ist nicht von den Griechen gewählt. Er sollte sich raushalten und den Griechen das Aussteigen aus dem Euroraum und der EU empfehlen. Jeder Euro verschwindet sonst im Fass ohne Boden. Wie sollen die Griechen in wenigen Monaten das nachholen, was sie über Jahrzehnte versäumt haben? Das geht einfach nicht. Und dass die griechischen Bürger die deutsche und EU-Bevormundung satt haben, sehen wir jeden Tag. Wer etwas denken kann, muss die Griechen sofort in ihre Eigenständigkeit entlassen.
11:30
Die Erkenntnis die viele Leser und Kommentatoren schon vor zwei Jahren hatten ist jetzt also bei Herrn Schäuble auch angekommen. Da ist der Rüffel nur bedingt gerecht. Alleine die Summe der "gescheiterten Sparversuche" unserer glorreichen Regierungen nach Kohl die jeweils in milliardenschweren Neuverschuldungen endeten wären mal einen Rüffel der Wähler wert. Immerhin sind wir pro Kopf höher verschuldet als die Griechen nur die Wirtschaftskraft ist eine andere. Aber wie lange noch? Und dann wird niemand da sein der uns einen Rettungsschirm überstülpt.
11:27
Die jetzige Regierung braucht keine Versprechen abzugeben. Nach den hoffentlich bald kommenden Wahlen wird von diesen Politikern, die gerade massiv das eigene Volk verraten, keiner mehr in der politischen Verantwortung sein. Dann werden wohl andere das Sagen in Griechenland haben.
Ansonsten liebe Griechen - auch wenn es schmerzlich ist - es gibt nur eine vernünftige Alternative und die heißt raus aus dem Euro. Es wird für alle sicher teuer werden, aber es gibt dann wieder eine Perspektive und einen Neuanfang.
10:51
ist das einzige was in Griechenland den kleinen Leuten helfen kann. ES scheint eigentlich so, dass im Moment nur versucht wird, noch möglichst viel Geld aus dem Land zu schaffen bzw. die Banken mit deutschen Steuergeldern für die Ausfälle zu entschädigen, die deren leichtfertige Kreditvergabe selbstverschuldet entstanden sind.
Hier macht sich auch wieder die Tragik bemerkbar, das die Banken ohne Kontrolle Geld schaffen können.
Vollgeld sollte Pflicht werden. Vollgeld ist das wie sich der Normalverbraucher vorstellt das Banken funktionieren. Man nimmt die SPareinlagen und verleiht das Geld an andere.
So ist das aber nicht. Banken können 10 mal soviele verleihen wie sie Spareinlagen haben.
Genau so ist es! Die Banken haben jetzt genügend Zeit gehabt, ihre Schuldscheine zu sozialisieren, und diese Zeit haben sie gut genutzt. Und nun, da dies erledigt ist, heißt es: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen."
10:48
"Hütet Euch vor den Gezeichneten"