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Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne

24.10.2012 | 07:20 Uhr
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
Mehrere führende Vertreter der Wirtschaft haben die Bundesregierung vor teuren Renten-Beschlüssen gewarnt.Foto: dapd

Düsseldorf.  Nach den geplanten Rentenzuschüssen, kritisieren führende Vertreter der Wirtschaft den Beschluss der Bundesregierung. Danach würde die Anhebung der Mütterrente eine "äußerst schwere Belastung" sein. Auch die geplante Zuschussrente steht in der Kritik. Die Pläne seien zu teuer.

Mehrere führende Vertreter der Wirtschaft haben die Bundesregierung vor teuren Renten-Beschlüssen gewarnt. Die in den Unionsparteien geforderte Anhebung der Mütterrenten "wäre eine äußerst schwere Belastung für die Rentenfinanzen", sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Die Kosten würden aufwachsend bis zum Jahr 2030 bei etwa sieben Milliarden Euro pro Jahr liegen. Damit würde der gesamte Einspareffekt der Rente mit 67 aufgebraucht, sagte Hundt.

Auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, kritisierte die geplante Anhebung der Mütterrenten. Die Ausweitung der Kindererziehungszeiten vor 1992 für künftige Rentnerinnen "würde vor allem die vorwiegend ab Ende dieses Jahrzehnts in Rente gehenden Mütter besserstellen, die in der Mehrheit gut im familiären Kontext im Alter abgesichert sind", sagte Kentzler.

Auch die geplante Zuschussrente steht in der Kritik. Der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, sagte der Zeitung: "Ich sehe die aktuellen Entwicklungen in der Rentendebatte mit Sorge. Hier werden viele neue, teure Leistungen ohne eine solide Gegenfinanzierung diskutiert." (dapd)


Kommentare
03.12.2012
08:00
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von buttsche | #13

Warum warnt die Wirtschaft nicht vor den Belastungen des €uro-Rettungsplan bzw Pläne?
Verdienen sie eventuell daran? Die eigenen Mitbürger und Mitarbeiter sind für die Wirtschaft nur belastungen und kostenfaktoren in ihren Bilanzen !

24.10.2012
12:30
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von meinemeinungdazu | #12

Kann jemand beantworten, ob der Forderer Hundt jemals gearbeitet hat???

24.10.2012
12:25
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von meinemeinungdazu | #11

Die Wirtschaft warnt immer, weil sie mehr Gewinn machen will. Beitragsentlastungen wie bei der Rente werden schlichtweg übersehen. Das sind die Vorstellungen der Lobbyisten. Leider. Dass die Mütter, die Kinder vor 1992 geboren haben, massiv bei der Rentenanrechnung betrogen werden, sehen die Arbeitgeber nicht. Diese Mütter müssen aber nach dem Grundgesetz den Müttern ab 1992 gleichgestellt werden. Da ist großer Nachholbedarf. Leider hat hier auch Rot-Grün übersehen, dass Handlungsbedarf besteht. Vor den Wahlen 2013 muss das geklärt sein. Die Wähler werden es genau beobachten.

24.10.2012
11:58
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von b.scheuert | #10

Für Leute wie Herrn Hundt sind Menschen nur Kanonenfutter für die Indistrie. Wie stehts denn mit den "Vergünstigungen" wie Lohndumping, Zeitverträge, Energiesubventionen, Steuerabschreibungen usw.? Das nimmt man gerne mit, hat man ja auch auch verdient!?

24.10.2012
10:52
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von wimmel | #9

Was will die Wirtschaft denn noch alles aus den Steuer und Sozialbeiträgen
abkassieren ?
So langsam reicht es, aber da die einerseits von der Regierung und anderseits von der Opposition vorgesehenen Änderungen, keine wirklichen Vorteile für die Rentner bringen und auch nicht geplant geplant sind, wird hier wohl nur ein Verschleierungsthema durch die Wirtschaft aufgemacht !

24.10.2012
10:49
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von Alter-MAnn59 | #8

Sollten wir nicht lieber die Hundts, Merkel, Schröders, Westerwelles, Leutheusser-Schnarrenbergers, ... u. Altmeiers zum Teufel jagen?

Altmeier - 30% Einsparung bei Strom? Eine fachliche NULL - die NULL fachliche Kenntnisse hat.
Politiker/innen = 1 + 1 + 1 = 0 0 0
Die größten NULLEN werden Minister/innen u. Bundeskanzler/in.

24.10.2012
10:48
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von Alter-MAnn59 | #7

Wozu Mütter ?
Schaffen wir sie ab. Dafür Retorten-Babys in Reaganz-Gläsern.
Fertig kommen die Facharbeiter, Ingenieure, Ärzte,.. und daswas die Industrie braucht.

Oder besser gleich Roboter, die 24 Std /365 Tage p.a. "produzieren".
Dann können die Hundts u. Co. glücklich abkassieren.

Es ist schon eine Frechheit, daß die Mütter 60% der Rente des Mannes bekommen, wenn der Mann stirbt.
Stirbt die Frau, dann bekommt der Mann weiter seine volle Rente.
60% der Rente des Mannes - ja die Herren in der Steinzeit meinten, daß die Frauen gelernt hätten mit weniger Geld auszukommen.
Das nennt man soziale Gerechtigkeit der Christen u. Sozis.
Was sagt die "Bedarfsgemeinschaft" dazu?

Wozu braucht man überhaupt noch Menschen?

Wozu wurden Maschinen, Computer, Anlagen, usw. von Ingenieuren, Technikern
u. Facharbeitern immer weiter entwickelt, wenn nur wenige davon profitieren?

Sollten wir nicht lieber die Hundts, Merkel, Schröders, Westerwelles, L-Schnarrenbergers, u. Altmeier zum Teufel jagen?

2 Antworten
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von Broncezeit | #7-1

Hat nur die Frau gearbeitet bekommen die Männer 60 Prozent der Rente der Frau.
Wo ist da die Ungerechtigkeit?

Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von Alter-MAnn59 | #7-2

Die Ungerechtigkeit ist, daß die Frau bzw. Mann, wenn nur einer gearbeitet hat, und der andere sich um Kinder und Haushalt gekümmert hat, nicht 100% erhält, wenn der/die Partner/in stirbt.
Stichwort - Bedarfsgemeinschaft - neue Definition für Ehe.
Die 60% wurden nach meinen Infos willkürlich festgelegt, um zu sparen.

Wer hatte sich in der Vergangenheit in der Regel um die Kinder gekümmert?
Mütter. Warum sollen diese dann bestraft werden?
Siehe Renten in NL und Schweiz. Bessere Regelung.

Warum immer nur die Reichen und Politiker/innen bedienen - und nicht zu vergessen die überversorgten Beamten.

24.10.2012
10:21
Aera Kohlensis
von bearny | #6

Man müßte einfach die seit Regierung Kohl eigeführten Steuererleichterungen, -abschaffungen und Subventionen wieder auf ihr ursprüngliches Mass zurücksetzen dann könnten wir uns sogar wieder ein einigermaßenes soziales System leisten.
Und natürlich gleichzeitig Begrenzung der Zeitarbeit sowie Herunterfahren der 400€ Jobs, um wieder ein rein erwerbsfinanziertes Dasein zu ermöglichen- und gleichzeitig das Steuer- und Sozialsystem zu entlasten.

24.10.2012
08:27
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von AuroraBorealis | #5

Zitat:
" Damit würde der gesamte Einspareffekt der Rente mit 67 aufgebraucht, sagte Hundt."

Da liegt also der Hund begraben. Die Rente mit 67 hat nur ein Ziel: Einspareffekt.

Hundt hat wegen einer durch den Staat möglichen Finanzierbarkeit Angst?
Dann muß der Staat einfach nur wieder dafür sorgen, dass bei den Sozialabgaben die paritätische Finanzierung wieder eingeführt wird und die teuren Subventionen von Industrie und Wirtschaft zurückgefahren werden, bis auf Null.
So könnte der deutsche Arbeitnehmer dann schon mit 55 in eine gute Rente gehen.

24.10.2012
08:00
Wirtschaft warnt vor neuen Belastungen durch Rentenpläne
von TVtotal | #4

Ich frage mich: Wann erhebt sich endlich das Volk....aber da kann man in Deutschland wohl noch lange warten!

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