Wirtschaft und FDP sind gegen Internet-GEZ
10.12.2009 | 14:17 Uhr 2009-12-10T14:17:00+0100
Berlin. Die Liberalen lehnen die von den Bundesländern angedachte GEZ-Gebühr für alle Haushalte ab. Stattdessen will die FDP eine allgemeine Medienabgabe für jeden Erwachsenen mit einem festen Einkommen einführen. Der bezeichnete das Gebührenmodell für Internetnutzer als Wachstumshemmer.
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In der Debatte über Reformen der Rundfunkgebühren haben sich FDP und Wirtschaft gegen eine Internet-GEZ ausgesprochen. Stattdessen sollte die Gebühr durch eine allgemeine Medienabgabe ersetzt werden, schlugen die Liberalen am Donnerstag in Berlin vor. Der Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) bezeichnete das Gebührenmodell für Internetnutzer als Wachstumshemmer.
Die Bundesländer diskutieren derzeit über eine Reform der GEZ-Gebühren, die 2010 auf den Weg gebracht werden soll und 2013 in Kraft treten könnte. Im Gespräch ist eine Variante, nach der alle Internetnutzer die Rundfunkgebühren voll bezahlen sollen. Als zweite Möglichkeit wird vorgeschlagen, die bisherige Praxis mit umgekehrter Beweislast fortzusetzen.
Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Burkhardt Müller-Sönksen und das FDP-Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien, Patrick Kurth, erklärten, ihre Partei sei gegen eine Erhöhung der GEZ-Gebühr für Internet-Computer und Smartphones. Wer nun diesen Verbreitungsweg mit höheren GEZ Gebühren belaste, schade dem geplanten Ausbau des Breitbandnetzes.
Gerätebezogene Gebühr «längst überholt»
«Die längst überholte gerätebezogene Rundfunkgebühr ist durch eine Medienabgabe zu ersetzen, die niedriger ist als die jetzige Gebühr und die von jedem erwachsenen Bürger mit eigenem Einkommen gezahlt wird», erklärten die beiden FDP-Politiker. Es sei vollkommen absurd, pro Gerät Rundfunkgebühren einzukassieren. Technische Entwicklung und fortschreitende Konvergenz hätten dazu geführt, dass eine Vielzahl von Geräten zumindest theoretisch zum Empfang von Rundfunksignalen fähig sei. Eine generelle Einbeziehung dieser Geräte sei weder gerechtfertigt noch sinnvoll.
Die FDP lehne auch den Plan ab, eine obligatorische Beweislast zuungunsten der Bürger einzuführen. Das darin zum Ausdruck kommende Misstrauen gegenüber dem Bürger sei eines Rechtsstaates nicht würdig, erklärten Müller-Sönksen und Kurth.
Digitale Wirtschaft warnt ebenfalls
Der Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) wandte sich ebenfalls gegen Pläne, nach denen alle Internetnutzer die Rundfunkgebühren voll bezahlen sollen. «Unter anderem junge Nutzer, die das mobile Internet täglich nutzen - allerdings kaum öffentlich-rechtliche Inhalte, würden ohne Ermäßigung zur Kasse gebeten», hieß es.
Der BVDW erklärte, das geplante Gebührenmodell der GEZ sei ein künstlich geschaffener Wachstumshemmer für die gesamte Internetbranche in Deutschland. Auch Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen würden so grundsätzlich mit einem monatlichen Beitrag von derzeit 17,98 Euro belastet. Seit Jahren werde daran gearbeitet, das mobile Internet zu etablieren. Wenn zu den Kosten für Handy-Vertrag und Datenflatrate noch zusätzlich rund 18 Euro pro Monat entrichtet werden müssen, würden viele Anstrengungen der letzten Jahre ausgebremst.
Bisher zahlen Haushalte ohne Fernseher den verminderten GEZ-Satz von 5,76 Euro für Radios und sogenannte «neuartige Rundfunkgeräte». Der volle Beitrag für Fernseher und «neuartige Rundfunkgeräte» liegt bei 17,98 Euro. (ap)

22:37
Überall mehr netto von brutto!!?? Es ist wohl nicht verstanden worden. Wir werden von Schwachköpfen regiert.
17:31
Man sollte stolz auf das politische Führungspersonal sein. Was die sich so alles einfallen lassen. Schon intelligent wie der Slogan mehr Netto vom Brutto umgesetzt werden kann.
13:40
Man überlege sich mal, 1 - 2 Millionen Haushalte kündigen die GEZ. Dann bewegt sich was.
18:32
Mir ist es völlig egal, wieviel die für irgend etwas haben möchten.
Sollen von mir aus 100 Euro pro Radio verlangen.
17:52
Wann lesen wir ? AL_QAIDA bekennt sich zum
Bombenanschlag auf die G E Z !!!!
17:51
GEZ abschaffen!
17:49
#31:
Vor drei oder vier Tagen gab es in Bayern alpha eine Sendung zum Thema Supraleitung. Diese Technik wird in Kernspintomographen eingesetzt, das sollte am Beispiel gezeigt werden.
Gezeigt wurde stattdessen ein Filmchen über CT, Computertomographie, einschliesslich der mit CT gewonnen Bilder! Es war absolut eindeutig, da u.a. die Werte kV (Kilovolt) und mas (Bezeichnung für die Röntgenstrahlungdosis) im Bild gezeigt wurden. Diese Werte haben bei der Kernspintomographie nichts zu suchen, das Verfahren kommt ohne Röntgenstrahlung aus.
Wenn solche eklatanten Fehler in einer Sendung des Bildungsfernsehens auftauchen, und sie keiner der Fachjournalisten bemerkt, dann frage ich mich, für wie blöd ich in den anderen Sendungen gehalten werde, bei denen ich von dem Thema selber noch nichts weiss.
16:42
Die GEZ arbeitet ähnlich wie Drückerkolonnen, tw. mit betrügerischer Abzocke.
Die Gebühren sollten abgeschafft und die Kosten über Werbung finanziert werden.
Unabhängig sind die ÖffentlichRechtlichen ja sowieso schon lange nicht mehr, und ob ich nun von der Politik oder der Wirtschaft verarscht werde, das ist ziemlich egal.
16:02
Wie ich aus den Kommentaren entnehmen kann, schaut sich wohl kaum einer die Sendungen auf BR-Alpha, 3 Sat und Arte
Daher kann ich nicht sagen, dass das gesamte öffentliche rechtliche Fernsehen auf Verblödung abzielt, sowie es so manche Leute hier so behaupten.
15:44
In wirtschaftlich angespannten Zeiten, wo die Politik Entlastung für jeden Bürger verspricht um Pleitewellen abzudämpfen und das kränkelnde System weiter am Leben zu erhalten, ist dieser von den Ministerpräsidenten der Länder ausgeheckte Einzugsplan schon mehr als nur dreist zu bezeichnen. Aber jede Politik braucht ja auch ein mehr oder weniger befangenes Medium, um sich dem normalen Volk mitteilen zu können.
Daher werden die Lobbyisten ungeachtet anderer Meinungen und technischen Möglichkeiten ihre Interessen brachial durchsetzen.
Die Deutschen in dieser Hinsicht ein wirklich sehr, sehr geduldiges Völkchen. Nur, ihr führenden Politiker und Interessenverbände der GEZ, treibt es nicht auf die Spitze! Wenn uns niemand mehr vor realitätsfremden Beschlüssen, getroffen von basisfernen Lobbyisten und s.g. Volksvertretern, schützt, wird es vermutlich
irgendwann nicht mehr bei brennenden Autos, wie bereits in Berlin geschehen, bleiben.