Wir brauchen bewegte Schulen

Wer mehr isst, als er verbraucht, nimmt zu – das gilt auch für Kinder. Kinder werden heute von kalorienträchtigen Verlockungen geradezu verfolgt, im Supermarkt, an Trinkhallen, in Schulkantinen und so manch heimischem Kühlschrank warten Cola und Fruchtsaft, Pommes und Ketchup, Schokoriegel und Zuckerjoghurts.

Kinder heutzutage sitzen viele Stunden in der Schule, um im Bus heimzufahren und sich dann vor den Computer zu hocken. Und wenn im Elternhaus weder auf Bewegung noch Ernährung Wert gelegt wird, dann wird aus einem etwas dicken Kind schnell ein viel zu dickes. Für Kinder eine Katastrophe.

Man kann Eltern nicht vorschreiben, was sie einzukaufen haben, und Limonade nicht verbieten. Aber man kann ansetzen, wo man Kinder noch zu fassen kriegt. Grundschüler bewegen sich gerne, wenn man sie nur lässt – besser: dazu auffordert. Doch in den meisten Schulen gibt es weder den Raum noch die Zeit dafür. Wer selbst Kinder hat, der weiß, wie mickrig die wöchentliche Sportstunde daherkommt – falls sie nicht ganz ausfällt, offiziellen Verlautbarungen zum Trotz. Nicht nur hier muss sich in der schulischen Rangordnung dringend etwas ändern.

Und auch für Pausen und Nachmittagsbetreuung gilt: weg mit dem gerne mal aus versicherungstechnischen Gründen erhobenen Zeigefinger! Rennen muss erlaubt, Ballspielen erwünscht, Baumklettern nicht verboten sein.

Wir brauchen bewegte Schulen – um unsere Kinder in Bewegung zu bringen.