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Wie Gesundheitsminister Bahr private Krankenkassen unterstützt

11.03.2013 | 07:29 Uhr
Wie Gesundheitsminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
Den gesetzlichen Krankenkassen will Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wohl das Geschäft mit den Zusatzversicherungen erschweren - profitieren würden die Privatkassen.Foto: ddp

Berlin.   Geht es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr, dann sollen sich künftig Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen sich nicht mehr lohnen. Besserverdiener könnten dann vermehrt in die privaten Kassen wechseln.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will einem Medienbericht zufolge das Geschäft der gesetzlichen Krankenkassen beschränken. Geplant sei den gesetzlichen Kassen das Angebot von Wahltarifen deutlich zu erschweren, berichtet die „Berliner Zeitung“  vorab.

Durch eine vom Minister geplante Gesetzesänderung könnten diese Tarife nach Befürchtungen der Krankenkassen so teuer werden, dass sie sich künftig weder für die Versicherten noch für die Kassen lohnen und damit eingestellt werden müssten. Damit bestehe die Gefahr, dass Gutverdiener, die die Kassen über derartige Zusatztarife an sich binden konnten, in die privaten Kassen abwandern.

Neun Millionen Versicherte nutzen Wahltarife

Seit 2007 haben die Krankenkassen die Möglichkeit, ihren Versicherten Tarife mit unterschiedlichen Leistungen anzubieten. Derzeit nutzen fast neun Millionen Versicherte derartige Tarife, die an das Angebot der Privatkassen angelehnt sind. Zielgruppe sind vor allem Gutverdiener. Sie sollen mit diesen Tarifen davon abgehalten werden, zu einer Privatversicherung zu wechseln. Den Privatkassen ist das daher schon lange ein Dorn im Auge. Sie hatten immer wieder gefordert, den gesetzlichen Kassen das Angebot von Wahltarifen gänzlich zu verbieten. (dpa)



Kommentare
12.03.2013
00:34
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von buerger99 | #20

Dabei haben doch gerade einige geseztliche Krankenkassen ( z.B. AOK, Barmer ) viele Privatversicherte gerade mit einem Trick wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückgeholt.
Man verzichtet nach Rücksprache mit dem Chef ein Jahr auf einen Teil seines Gehaltes damit man unter die Bemessungsgrenze kommt, wechselt dann in die Gesetzliche und im nächsten Jahr bekommt man das Geld nachgezahlt.
Sind da zu viele abgewandert ? Geht den Privaten nach Nachschub aus so das die Beiträge in der PKV noch weiter ansteigen müssen.

Warum müssen die Städte bei Hartz IV Empfängern die in der PKV waren für die PKV 260€/Monat zahlen, wärend die GKVs nur 130€/Monat bekommen.

Wer in die PKV wechselt sollte nach einem Jahr ein wechsel in die GKV per Gesetz verboten werden ! Es kann nicht sein das diese Sozialwanzen sich immer die Sonneseite aussuchen und wenns teuer wird wieder in die GKV wechseln, aber sich vorher NICHT am Sozialstaat beteiligen !

11.03.2013
23:58
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von Spatenklopper | #19

Ich als Selbstständiger finde das ausgesprochen klasse!

Wenn....

es jederzeit möglich wäre die PKV problemlos wieder zu verlassen und in die GKV einzutreten,
es garantierte Beiträge im Alter geben würde etc. etc.

Mich allerdings in eine Versicherung zwingen zu wollen, die ich nicht haben will, ist (entschuldigen sie den Ausdruck) asozial.

11.03.2013
15:54
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von fogfog | #18

bahr sollte man nicht für bare münze nehmen. mit 2 % haben sie nach der wagl nichts mehr zumelden. gelb ist bähhhhhhhhhh.

11.03.2013
15:12
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von Shy_Eye | #17

FDP gehört in die gelbe Tonne! Freue mich schon auf die Bundestagswahl!

11.03.2013
15:12
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von Shy_Eye | #16

Ich kann es kaum erwarten die FDP aus dem Bundestag zu kicken!

11.03.2013
14:01
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von rapo | #15

Herr Bahr möchte in seiner marktradikalen (längst gescheiterten) ideologischen Verblendung genau das Gegenteil von dem, was Ökonomen allgemein und Gesundheitswirtschaftler im Besonderen für sinnvoll halten: eine breitere Beitragsbasis der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, weil sich nur so die absehbaren Herausforderungen bewältigen lassen. Dazu gehört, wie in der Schweiz, die gesamteinkommensbezogene Beitragspflicht ALLER Bürger, egal ob Arbeitsloser, Minijobber, Topmanager oder Selbständiger, Immobilienbesitzer, selbstverständlich auch für Beamte und Mandatsträger. Nur so lassen sich die Risiken und Leistungen halbwegs gerecht und zukunftssicher absichern. Sollte jemand über die Leistungspflicht der Kasse hinaus in der Schweiz Risiken absichern oder Luxusversorgung wünschen, gibt es dazu dort private, gewinnorientierte Krankenversicherungsunternehmen, die durchaus gute Renditen erwirtschaften, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit, wie Bahr es versucht.

11.03.2013
13:47
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von rapo | #14

Die Klientelpartei macht mal wieder von sich reden, ist aber auch hier völlig auf dem Holzweg.
Auch hier, wie beim Volksentscheid über die Begrenzung der Boni, Abfindungen (nicht der Gehälter!) etc. könnte sogar Herr Bahr, wenn er denn lernfähig wäre, von der Schweiz lernen: Die gesetzliche Krankenversicherung gilt in der Schweiz ausnahmslos für ALLE Bürger. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze und keine Verdienstobergrenze wie bei uns, sondern JEDER ist Mitglied. Das führt zu einer erheblich besseren Einnahmesituation der Kasse, aber auch zu mehr Versorgungssicherheit für z.B. Selbständige, die im Alter sich hier oft die dann sehr hohen Beiträge der Privaten nicht mehr leisten können oder wegen hoher Kosten von diesen "ausgesteuert" werden. Allerdings sichert die GKV der Schweiz z.B. Zahnersatz nicht ab, da liegt dann das Geschäftsmodell der Schweizer PKVen.
Alles in allem aber ein wesentlich zukunftssichereres und gerechteres Modell als in der BRD, das Bahr gerne ruinieren will:

11.03.2013
13:14
Hat der Markt nicht gezeigt,
von Ani-Metaber | #13

dass sich die Privaten Krankenkassen mit ihren Lock- und Billigangeboten verkalkuliert haben?

Und nun will Bahr diese Marktgesetze aufgehoben wissen?

11.03.2013
12:56
Wie Gesundheistminister Bahr private Krankenkassen unterstützt
von schRuessler | #12

Erfahrungsgemäß ist dieses Thema für die meisten zu abstrakt, als dass es zu der berechtigten und dringend notwendigen Empörung kommen würde.

11.03.2013
12:24
Bahr unterstützt private Krankenkassen
von IIDottore | #11

Umgekehrt würde ein Schuh draus - weg mit der PKV ! Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben ...

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