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Wie die „kalte Sonne“ den Klimawandel stoppen soll

07.02.2012 | 16:52 Uhr
Wie die „kalte Sonne“ den Klimawandel stoppen soll
Der Sonne geht das Feuer aus, sagt Fritz Vahrenholt. Deshalb sei eine Erderwärmung nicht in Sicht. Foto: dapd

Essen.   Die Klimakatastrophe wird ausbleiben, weil die Sonne schwächelt - mit dieser These legt sich Fritz Vahrenholt mit dem Weltklimarat an. Der RWE-Manager und sein Co-Autor Sebastian Lüning haben darüber ein Buch geschrieben: „Die kalte Sonne“.

Die Sonne schwächelt. Daher findet die befürchtete Klimakatastrophe nicht statt. Das ist die Kernaussage des jetzt erschienenen Buches „Die kalte Sonne“ (Hoffmann und Campe Verlag, 416 Seiten, ca. 25 Euro) aus der Feder von RWE-Manager Fritz Vahrenholt und Co-Autor Sebastian Lüning.

Mit dieser These legen sich die Autoren mit dem Weltklimarat an, der allein das gestiegene Kohlendioxid für die vermeintlich rasante Erderwärmung verantwortlich macht. „Trotz weiter wachsender CO2-Emissionen ist die Temperatur global seit 13 Jahren nicht mehr gestiegen. Die Sonne zeigt ihre kalte Schulter.“

Nach Auffassung der Autoren verändere die Sonne jeweils alle elf, 87, 210 und tausend Jahre ihre Aktivitäten. Besonders bedeutend sei dabei ein 1000-jähriger Zyklus, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu außergewöhnlich hoher Sonneneinstrahlung geführt habe.

Schmelzen an den Polen normal

Daher sei das Schmelzen der grönländischen und westantarktischen Eispanzer ein normaler Vorgang, der allenfalls durch den CO2-Ausstoß geringfügig verstärkt worden sei. Im Prinzip sei der zuletzt verzeichnete Temperaturanstieg eine Wiederholung der Ereignisse während der mittelalterlichen Wärmephase des 9. bis 14. Jahrhunderts. Damals sei das arktische Meereis so stark abgeschmolzen, dass die Wikinger im 9. Jahrhundert Expeditionsfahrten nach Island und Grönland unternommen hätten und diese Inseln besiedelten. Später, um 1420, hätten auch Chinesen das Arktische Meer befahren und dort kaum Eis vorgefunden.

Der Weltklimarat ignoriere wider besseres Wissen das nun vorübergehend einsetzende Erkalten der Sonne. „Seit 2000 verharren die Temperaturen auf einem Plateau, obwohl die CO2-Emissionen und der CO2-Gehalt der Atmosphäre Jahr für Jahr weiter gestiegen sind“, so Vahrenholt/Lüning. Bis 2035 sei statt mit einer Erwärmung vielmehr mit einer globalen Abkühlung von bis zu 0,3 Grad zu rechnen. Die Autoren wollen nicht vom Kampf gegen den Klimakiller CO2 ablassen. Vielmehr spende die kälter werdende Sonne kostbare Zeit, sich mit Verve auf den Ausbau erneuerbarer Technologien zu stürzen.

Wilhelm Klümper

Kommentare
09.02.2012
19:00
Wie die „kalte Sonne“ den Klimawandel stoppen soll
von Plem | #17

So abwegig ist das nicht, was Vahrenholt in seinem Buch schreibt. Es ist allerdings schon ein ziemlich alter Hut; die Theorie dazu wurde schon 1997...
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Wie die „kalte Sonne“ den Klimawandel stoppen soll
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http://www.derwesten.de/politik/wie-die-kalte-sonne-den-klimawandel-stoppen-soll-id6326065.html
2012-02-07 16:52
Fritz Vahrenholt,Klimawandel,Kohlendioxid,Erderwärmung
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