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Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip

08.09.2009 | 06:21 Uhr
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip

Essen. Womöglich hält sich da und dort noch immer die Mär, die Liberalen könnten ihre Versammlungen in Telefonzellen abhalten. Dem ist nicht so. Rund 1000 Interessierte kamen am Sonntag zur Kundgebung mit Parteichef Guido Westerwelle nach Hamm. In der Essener Philharmonie waren es gar 3000.

Rund 1000 Interessierte kamenSonntag Nachmittag zur Kundgebung mit Parteichef Guido Westerwelle in Hamm – bei der Wahl 2005 war Hamm übrigens triste FDP-Diaspora. In Essen hatten sich mehr als 3000 Interessierte für den Sonntag Abend angemeldet: In der Philharmonie sprach Westerwelle vor dem „Politischen Forum” über Liberalismus, über sich und die mit Sicherheit verpassten Chancen der westlich-industriellen Demokratien, wenn sie die wahren Herausforderungen der Globalisierung nicht bald begreifen.

In Essen sprach nicht der Wahlkämpfer, der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) immer beharrlicher zum schwarz-gelben Bündnis treibt. Sondern der Politiker, der sich nicht damit abfinden will, „dass sich Politik nur als bloßes Krisenmanagement für die kommenden zwei oder drei Jahre” versteht. Westerwelle wirbt, wenn zwar nicht für Visionen, so doch für die Mühe, plausible Perspektiven in einer sich total verändernden Welt(ordnung) zu entwickeln: „Wie wollen wir in 20, 30 Jahren leben?”

Zutiefst hat ihn eine Statistik beeindruckt: „35 bis 40 Prozent der Bevölkerung in Brasilien und China ist jünger als 15 Jahre!” Was also kann passieren, wenn dieses Potenzial durch breite Bildungsprogramme ausgeschöpft wird und in Konkurrenz zu den immer älteren (und gesättigteren?) Völkern der Industrieländer tritt? Und da ist dieser Liberale ganz bei seinem Thema, bei dem sich die Parteiprogrammatik mit weit über die Tagesaktualität reichender Gesellschaftspolitik trifft.

Bildung, Leistungsprinzip und Leistungsgerechtigkeit sind für Westerwelle die Schlüsselbegriffe, über die sich die Zukunft einer globalisierungssicheren, modernen Demokratie definiert: Wer nicht in Bildung investiere, wer die Leistungsbereiten (der staatstragenden) Mittelschichten durch erdrückende Abgabenlast strafe, werde den internationalen Wettbewerb nicht bestehen. „Wir müssen in der Bildung Weltspitze werden”, sagt er, „wer sich mit Mittelmaß begnügt, wird jedes Jahr ein Stück mehr durchgereicht”.

Was Westerwelle auf sein Publikum übertragen will, sind ein Lebensgefühl und eine Geisteshaltung, die Wandel nicht fürchtet, sondern bejaht. Viel Beifall hat er bekommen.

Rolf Potthoff

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Kommentare
14.02.2010
23:16
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von Peter Schultz | #61

Man muss Guido ja dankbar sein für seine offene Aussprache. Überhaupt für das ganze groteske Personal in Bund und Land, mit dem die FDP uns täglich erheitert. Nun wissen wir so klar wie nie zuvor: Das Hauptziel für die NRW-Wahl muss sein
die FDP aus der Landesregierung und möglichst gleich ganz aus dem Landtag zu vertreiben. Wie? Na, ganz einfach: Sie muss unter der 5%-Grenze beiben!

08.09.2009
21:34
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von r.kant | #60

@ kuba00

Soweit mir bekannt duzen wir uns nicht. So viel Stil muss sein! :-))

Aber gut das es in Kuba überhaupt keinen Personenkult gibt. Niemand kennt ja Fidel Castro.

Ist aber auch egal, nach dem Tod der beiden Castros gibt es eh eine Wiedervereinigung mit den USA, weil Kuba langfristig genauso wenig überleben kann wie die ehemalige DDR.

Personenkult ist mir persönlich zuwider, aber bei den Linken ist der Personenkult derzeit hoch im Kurs. Man sehe nur die abgöttische Verehrung des Volkstribuns Oskar Lafontaine, durch seinen Bewunderung.

Im neuen Deutschland soll es jetzt vor der Wahl auch einen handsignierten Starschnitt von Oskar Lafontaine geben.

08.09.2009
21:20
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von kuba4711 | #59

@ 57 b.klobbt. Aber der Personenkult ,der in Nord-Korea bezgl. des angeblich geliebten Führers herrscht ,der dürfte Dir doch nicht unsympathisch sein .
Schließlich betätigen sich die neoliberalen Politclowns - deines Kalibers - ja auch bei unseren neoliberalen Wirtschaftsführern ,wie z.B. Wendelin Wideking ,der durch die Post gewendete Zumwinkel usw.. ständig als politisch-ökonomische Kolibakterie.

08.09.2009
21:12
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von r.kant | #58

Noch vergessen:

3 Monate in Nordkorea machen aus jedem Linken, defintiv einen normalen Menschen! :-)))

08.09.2009
21:10
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von r.kant | #57

Korrektur: eine gute Cohiba

08.09.2009
21:10
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von r.kant | #56

@ kuba00

Ich war schon mehrfach geschäftlich auf Kuba und gegen einen gute Cohiba ist auch nichts einzuwenden.

Aber leben möchte ich dort nicht. Wenn es schon diese Gegend sein muss, dann eher die Florida-Keys.

Aber besser als Nordkorea ist es allemal, zumindest ist dort das Wetter besser und deswegen wird Kuba ja auch ausgelost für die etwas glücklicheren Verlierer.

Und Nordkorea muss wirklich schlimm sein, aber ich weiß wie es vor 20 Jahren in Südlkorea ausgesehen hat. Und das war nicht wirklich toll, insbesondere das koreanische Essen ist schon eine gewisse Folter. Ich sage nur Kimchi, Bulgogi, Kalbi. Kamsahamnida!

:-))

08.09.2009
20:47
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von kuba4711 | #55

@ 53 b.klobbt .Kuba ist ein landschaftlich ,schönes Land.
Ich kann Dir nur empfehlen mal eine Bildungsreise dort hin zu machen.
Vielleicht geht Dir dann bei einem cuba libre und einer guten cohiba ein Lichtlein auf.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.:-))))

08.09.2009
20:40
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von r.kant | #54

@ kuba00

Genau, sie haben es erfasst und anschliessend gibt es eine umfassende Entlinkifizierung. Alle Linken werden gezwungen einen Kurs in Benehmen und politischer Bildung zu besuchen.

Wer sich weigert wird in ein kommunistisches Land seiner Wahl abgeschoben.

Die Wahlmöglichkeiten sind Kuba oder Nordkorea.
90% kommen nach Nordkorea, wer nach Kuba kommt, wird per Los entschieden, da in Kuba das Wetter im Allgemeinen besser ist.

:-)))

08.09.2009
20:36
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von jcm | #53

@#49supa
Auf telepolis befindet sich eine glasklare und knallharte Auswertung der bisherigen Folgen des Finanz-Crashs .
Die 60 Billionen US$, die der Crash bisher an Vermögen vernichtet hat (ohne Dynamit-fishing!), sind die Spitze eines Eisberges, der unter anderem die US-Derivate in sich birgt. Zahlen sind dort nachzulesen, will ich jetzt nicht mit langweilen.

Ohne Bankenrettung wäre der Staat handlungsunfähig geworden und deswegen muss man sich den Begriff Staats- bzw. Systemrelevanz auf der Zunge zurgehen lassen: Die Zockerei der Bankster war für die völlig risikolos, in dem Wissen über das Dilemma eines bis über beide Ohren (sprich: über viele Generationen) verschuldeten Staates!
Um in der Terminologie von #50 zu bleiben(der ignoriert, dass auch hier oder den USA die Leute die Schnauze voll haben werden!) : der bankrotte Staat IST längst verkauft - an die Bankster und deren Hintermänner, die auch fürderhin ihr Spiel spielen werden - mit dem Staat im Würgegriff!
Und denen will die FDP auch noch den roten Teppich auskehren!?

Diese Größenwahnsinnigen von Guidos Schlage sind es, welche die Dynamit-Lunten anzünden! Und Dynamit-fishing ist bei mir weiterhin das Synonym für die Vernichtung des Volksvermögens (was hier manche wohl leider nicht nachvollzogen haben...)

Wie gesagt, sehr interessanter Artikel!

08.09.2009
20:24
Westerwelle setzt auf Bildung und das Leistungsprinzip
von kuba4711 | #52

@ 50 b.klobbt hat jetzt also die Katze aus dem Sack gelassen ,was die schwarz7gelbe Mafia-Bande vor hat ,falls sie die Mehrheit bekommt.
Sie wollen die Zahlungen des Staates bezgl. der Staatsanleihen einstellen und möglicherweise mit einer Hyperinflation mit nachfolgender Währungsreform den Resetknopf drücken.
Natürlich alles im Rahmen ihrer neoliberalen Wirtschaftstheologie.
Die Spareinlagen der bürgerlichen Mitte sind dann natürlich auch beim Teufel.
Wählt mal schön die Neos.

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