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Westerwelle kritisiert Söders Griechenland-Äußerungen scharf

18.08.2012 | 12:02 Uhr
Foto: /AP/Matthias Schrader

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verschärft in der Europadebatte den Ton gegenüber dem Koalitionspartner CSU. Er warf CSU-Finanzminister Markus Söder vor, Ressentiments gegenüber Deutschland im europäischen Ausland zu schüren.

Berlin (dapd). Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verschärft in der Europadebatte den Ton gegenüber dem Koalitionspartner CSU. Er warf CSU-Finanzminister Markus Söder vor, Ressentiments gegenüber Deutschland im europäischen Ausland zu schüren. Er habe den Eindruck, durch Debattenbeiträge wie die Söders würden "unsere europäischen Nachbarn mutwillig diffamiert, nur um innenpolitisch Stimmung zu machen", sagte Westerwelle dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabbericht.

Söder hatte ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone noch in diesem Jahr gefordert. An Athen müsse "ein Exempel statuiert werden", sagte er in einem Interview.

Solche "Entgleisungen" seien "geeignet, das falsche Klischée des hässlichen Deutschen zu verbreiten", sagte Westerwelle. Wer die "Keule der Renationalisierung" schwinge, der müsse wissen, dass sie zum Bumerang werde, der Deutschland Wohlstand koste und Arbeitsplätze gefährde. Wenn er so etwas höre, sagte Westerwelle, schüttele es ihn.

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