Wesel soll beim RVR bleiben

An Rhein und Ruhr..  Ist der Kreis Wesel mit seinen gut 465 000 Einwohnern Teil des Ruhrgebietes – oder nicht? Es zeichnet sich ab, dass die Politiker beim Regionalverband Ruhr (RVR) diese Frage für einstweilen beantwortet halten. Das Thema steht morgen in der Verbandsversammlung auf der Agenda. RVR-Direktorin Carola Geiß-Netthöfel (SPD) soll zwar beauftragt werden, Verhandlungen über einen Austritt des Kreises mit Wesels Landrat Ansgar Müller (SPD) zu führen. Aber: „Ich gehe davon aus, dass sich dafür keine Mehrheit findet“, sagte CDU-Fraktionschef Roland Mitschke der NRZ.

Landrat Müller hätte damit keine Ansprechpartnerin für Verhandlungen über einen einvernehmlichen Austritt, Wesel bliebe Teil des Ruhrgebiets. Der von der örtlichen CDU vorangetriebene Kreistagsbeschluss, Müller mit solchen Verhandlungen zu beauftragen, hätte sich erledigt. Allerdings war der Weseler Beschluss damit begründet worden, dass das neue RVR-Gesetz keine Austrittsmöglichkeit mehr vorsehe. Das hat sich offenbar auch erledigt. „Stand der Verhandlungen in Düsseldorf ist, dass ein Austritt weiter möglich bleibt“, sagte Mitschke – ein Erfolg der Weseler Initiative: „Die Parteifreunde haben viel erreicht!“ Ein fairer Interessensausgleich zwischen den Städten im Ballungsraum des Ruhrgebietes und den umliegenden ländlichen Gebieten sei der Ruhr-CDU sehr wichtig.