Wer sucht, der findet

Zu Hause haben wir einen neuen Zeitvertreib. Er ist verknüpft mit einer Kinderbrille, die verlässlich verschwindet. Man sucht dann, zuletzt gar zwei Tage lang, weil sich der Besitzer nicht daran erinnern konnte, wo das Nasenrad abgeblieben war – und zugleich und wie immer beteuerte, dass dahinter alles stecke, nur keine Absicht. Ein britischer Versicherungskonzern will herausgefunden haben, dass ein Normalbürger pro Woche bis zu neun Dinge verlegt, allen voran das Handy, gefolgt von Schlüsseln und Sonnenbrillen. Auch Medieninformatikern der Uni Ulm ist das Problem nicht verborgen geblieben. Sie entwickelten ein funkbasiertes System, mit dem sich Gegenstände daheim wiederfinden lassen. Marktreife hat das Ganze noch nicht, und es wäre ja auch zu schön, nicht mehr suchen zu müssen, und sei es nach einer grünen Kinderbrille. Zuletzt übrigens steckte sie in einer Tasche des Rucksacks, obwohl als Ablageort „irgendwo im Kinderzimmer“ angegeben worden war. Aber wie gesagt: „Alles keine Absicht!“ Na klar, versteht sich von selbst...