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Pflege-Konzepte

Wenn die Hippies ins Alter kommen

14.08.2012 | 19:44 Uhr
Wenn die Hippies ins Alter kommen

Noch genießen die 68er die ersten unbeschwerten Jahre ihrer Rente (wenn es ihre finanzielle Situation erlaubt), doch in zehn Jahren werden immer mehr von ihnen auf fremde Hilfe angewiesen sein.

­Damit wird sich die Gesellschaft um eine ganz andere Generation kümmern müssen. Eine Generation, die sich nicht scheut, aufzubegehren. Die von Jugend an gewohnt ist, gegen Missstände vorzugehen.

Die allerdings nicht unbedingt auf die Familie setzen kann oder will, wenn es um ihre Pflege geht.

Die Politik wird nicht umhin ­können, darauf zu reagieren. Also beginnen die Experten bereits, Konzepte zu entwickeln, die Wohn­gemeinschaften oder nachbarschaftliche Netzwerke fördern. Damit werden künftig nicht nur Kinder von Bedürftigen Verantwortung über­nehmen, sondern auch immer mehr Freunde, Nachbarn oder ­frühere Arbeitskollegen; wenn die Kleinfamilie, die „den Opa schon ­irgendwie versorgt“, nicht mehr den Mittelpunkt des Pflegesystems ­bildet, kann sich kaum jemand aus der Verantwortung stehlen.

Womöglich werden die Alten den Ton angeben. Der Umgang zwischen Jung und Alt wird sicher auch nicht konfliktfreier. Doch wenn er offener wird und ungezwungener, ist auch schon viel erreicht.

Birgitta Staub


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