Weniger Einbrüche, aber mehr Ladendiebstähle

Essen..  Die Alltagskriminalität kehrt nach Nordrhein-Westfalen zurück. Die Zahl der Laden-, Taschen- und Fahrraddiebstähle nimmt deutlich zu. Betrug breitet sich wieder aus. Schwerere Straftaten wie Gewalt- und Raubdelikte und die Raubzüge meist osteuropäischer Banden, die tagsüber Wohnungen ausräumen, gehen dagegen nach einem Aufsehen erregenden Anstieg der Fälle in den letzten Jahren erstmals zurück.

Nach NRZ-Informationen gehen Polizeiexperten davon aus, dass im Jahr 2014 der Laden- und Taschendiebstahl um je acht Prozent gestiegen ist, der Betrug um drei Prozent und der Fahrraddiebstahl um sechs Prozent gegenüber 2013 zugenommen hat. Sorgen machen Drogendelikte. Hier zeichnet sich ein Anstieg um sechs Prozent ab. Dagegen fällt der Rückgang bei den Tageswohnungseinbrüchen mit zwölf Prozent außerordentlich hoch aus, zumal die Aufklärungsquote gestiegen ist – von 14 auf 16 Prozent der Fälle.

„Wir haben diesen Trend erstmals gestoppt“, freut sich Arnold Plickert, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen, über die Entwicklung. „Der verstärkte Fahndungsdruck zahlt sich aus. Die Polizei hat ja bei Schwerpunkt-Aktionen ganze Stadtteile abgeriegelt“, so Plickert im Gespräch mit der NRZ.