Weitere deutsche Waffen für den Irak

Berlin..  Deutschland liefert den Kurden im Nordirak weitere Waffen im Wert von 13 Millionen Euro für ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Unter anderem sollen die Peschmerga-Kämpfer 30 weitere Panzerabwehrwaffen vom Typ „Milan“ mit 500 Raketen, 203 Panzerfäuste und mehr als 4000 Sturmgewehre erhalten. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte am Freitag eine Lieferliste, auf der auch 6,5 Millionen Schuss Munition, 10 000 Handgranaten, zehn gepanzerte Fahrzeuge vom Typ „Dingo“ und zehn Sanitätsfahrzeuge „Unimog“ stehen. Die Bundeswehr hatte bereits im vergangenen Jahr Waffen und Munition im Wert von 70 Millionen Euro an die kurdischen Streitkräfte geliefert.

Die militärische Hilfe für die Kurden ist hoch umstritten, weil die Bundesregierung damit von ihrem Prinzip abweicht, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern. Begründet wird die Ausnahme mit einem drohenden Völkermord im Irak. Eine erste Waffenlieferung hatte es im vergangenen Herbst gegeben.