Was das Milliarden-Projekt „Curiosity“ ab heute auf dem Mars tun soll
06.08.2012 | 06:06 Uhr 2012-08-06T06:06:00+0200
Washington. „Curiosity“ – Neugierde – ist die aufwendigste unbemannte Raumfahrt-Mission der Nasa. 5000 Wissenschaftler aus aller Welt haben zehn Jahre lang daran getüftelt. Ab Montagfrüh soll das rollende Labor so tief wie nie zuvor in die Geheimnisse des roten Planeten eindringen.
Rob Manning gehört zu den wenigen Menschen auf der Erde, die für ihre Allmachts-Phantasien bezahlt werden; und zwar himmlisch. Der Chef-Ingenieur des Nasa-Raumfahrtprogramms für den Planeten Mars hat jahrelang mit hunderten Spezialisten in den weitläufigen Hallen des „Jet Propulsion Laboratory” (JPL) im kalifornischen Pasadena Herrn Murphy aus dem gleichnamigen Gesetz gespielt.
„Was auch immer schief gehen könnte”, sagte der bärtige Wissenschaftler, „wir haben es durchgespielt und nach bestem Wissen die nötige Vorsorge getroffen.” Jetzt wird sich in rund 250 Millionen Kilometer Entfernung zeigen, ob Manning und seine Leute an alles gedacht haben.
Beim bisher ausgeklügeltsten und riskantesten Einpark-Vorgang in der Geschichte der Raumfahrt galt es, die sechs Räder des Erkundungs-Mobils „Curiosity” (Neugier) nach neunmonatiger Anreise punktgenau auf dem roten Planeten in den Sand zu setzen.
Die Zukunft der All-Erkundung
Bilderbuch- oder Bruchlandung? Vom Ausgang der 2,5 Milliarden Dollar teuren Mission, an der zehn Jahre lang 5000 Wissenschaftler aus 37 Nationen beteiligt waren und die auch darum in der Nacht zum Montag an vielen Orten Amerikas live übertragen wurde, hängt nach Angaben von Nasa-Chef Charles Bolden nicht weniger als die Zukunft der All-Erkundung insgesamt ab.
Doug McCuistion, Ober-Chef des Mars-Programms, war darum auch im Vorfeld um Superlative auch nicht verlegen. „Curiosity ist das größte und komplizierteste Stück Ausrüstung, das je auf einem anderen Planeten abgesetzt wurde.” In dem knapp 900 Kilogramm schweren und drei Meter langen Gefährt, das unter „Mars Science Laboratory” (MSL) firmiert, stecken zehn beispiellose wissenschaftliche Technik-Kraftpakete.
Analyse des Lichts
Unter anderem ein Laser, der Felsbrocken auf 20 Meter Entfernung zu glühend heißem Plasma schmelzen kann. Das Licht, das dabei erzeugt wird, gibt Aufschluss über die chemischen Bestandteile der Materie. Ein an der Spitze des Robotergreifarms installierter Spezialbohrer soll tief ins Gestein vordringen und bereits vor Ort erste Analysen möglich machen können.
Wozu das alles? Generell geht es wieder um die Frage, die schon seit Ewigkeiten einen Teil der Menschheit bewegt: Ist der Mars, auf dem Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 400 Kilometern pro Stunde und Bodentemperaturen von bis zum minus 80 Grad keine Seltenheit sind, bewohnbar?
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Neugier gewinnt!
12:27
Bravo, es hat geklappt! Könnte man diese Technik nicht jetzt auch einsetzen, um Rettungsschirme punktgenauer landen zu lassen. Die Kapsel mit dem Geld bleibt verschlossen, bis sich der Roboter ausgiebig im Land umgesehen hat...
11:49
So interessant und faszinierend ich so etwas doch immer finde, frage ich mich doch, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre Milliarden zu investieren, um unseren Planeten bewohnbar zu erhalten, statt die Bewohnbarkeit eines fremden Planeten zu erforschen. Aber genau so könnte man natürlich grunsätzlich viele Wissenschaften und ihre Projekte hinterfragen...
Und nicht vergessen, das viele Techniken die für die Raumfahrt entwickelt wurden auch auf der Erde nützlich sind.
10:11
Naja, Puschtekuschen, warten wir mal ab, wann die ersten Verschwörungstheoretiker auftauchen, die der Welt erklären, daß dies nur ein Fake sein kann, und irgendwo, in ner Area 51/Schrägstrich/B abgefilmt wurde.
Aber es ist in der Tat eine großartige Leistung, für jene, die so naiv sind, den Amis zu glauben, - wie beispielsweise auch für mich! :Grins:
Gruß
08:27
Großartig, die Landung hat funktioniert. Hier hat man die Möglichkeit, einmal stolz auf die Menschheit zu sein, denn das ist wahrlich kein leichtes Unterfangen und diese High-End Technologie erstaunt und verwundert.
#1Stimme Ihnen zu so etwas begeistert mich auch immer