Waffenruhe in der Ukraine hält – noch

Kiew/Donezk..  Nach dem Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine in der Nacht zum Sonntag bereitet die Militärführung in Kiew den Rückzug schwerer Kriegstechnik vor. Dmitri Kuleba vom ukrainischen Außenministerium machte jedoch deutlich, dass die Geschütze nur gleichzeitig mit den Waffen der prorussischen Separatisten abgezogen würden. „Das wird ein Test für alle, ob sie bereit sind, den Friedensplan umzusetzen“, sagte er. Durch den Rückzug der Waffen soll eine entmilitarisierte Pufferzone im Konfliktgebiet entstehen.

Militärsprecher Andrej Lyssenko betonte in Kiew, dass sich die Lage in der Ostukraine stabilisiere und die Kämpfe abgeflaut seien. Dies hatten zuvor auch die Separatisten mitgeteilt. Vereinzelte Gefechte gab es nach Darstellung beider Seiten jedoch um den strategisch wichtigen Ort Debalzewo. Dort hatten sich die Konfliktparteien noch am Samstag heftig bekämpft.

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande appellierten, sich an das Minsker Abkommen zu halten. Sie hatten beim Beschluss der Kampfpause vergangene Woche vermittelt, an dem auch Kremlchef Wladimir Putin beteiligt war. Merkel und Hollande telefonierten am Samstag sowohl mit Poroschenko als auch mit Putin.