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Wählerbefragung: Litauens Regierungskoalition erreicht 25 Prozent

14.10.2012 | 18:56 Uhr

Knappes Rennen bei den Parlamentswahlen in Litauen: Laut Wählerbefragungen nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend lag die populistische Arbeiterpartei mit knapp 20 Prozent in Führung. Die Sozialdemokraten kamen demnach mit rund 18 Prozent auf Rang zwei. Deutliche Verluste musste dagegen die liberal-konservative Regierungskoalition von Ministerpräsident Andrius Kubilius hinnehmen.

Vilnius (dapd). Knappes Rennen bei den Parlamentswahlen in Litauen: Laut Wählerbefragungen nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend lag die populistische Arbeiterpartei mit knapp 20 Prozent in Führung. Die Sozialdemokraten kamen demnach mit rund 18 Prozent auf Rang zwei. Deutliche Verluste musste dagegen die liberal-konservative Regierungskoalition von Ministerpräsident Andrius Kubilius hinnehmen. Der Befragung durch die Nachrichtenagentur BNS zufolge konnte sie lediglich 25 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Eine weitere Schlappe für die Regierung wurde bei einer Volksabstimmung über den Bau eines Atomkraftwerks erwartet.

Die Regierung steht wegen ihrer strengen Sparpolitik, einer hohen Arbeitslosigkeit und eines sich verschlechternden Lebensstandards unter Druck. Die Arbeitslosenrate lag im zweiten Quartal bei 13,3 Prozent. Zehntausende Menschen haben bereits in der Hoffnung auf einen Job in anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union das Land verlassen.

Von den insgesamt 141 Parlamentssitzen wird die eine Hälfte über Parteilisten vergeben, die andere Hälfte sind Direktmandate. Da für den Gewinn eines Direktmandats eine absolute Mehrheit notwendig ist, sind für den 28. Oktober Stichwahlen angesetzt. Die genauen Mehrheitsverhältnisse im Parlament werden daher erst in zwei Wochen feststehen.

Die Litauer waren am Sonntag zugleich aufgerufen, über den Bau eines neuen Atomkraftwerks abzustimmen. Laut der jüngsten Umfrage vom Mai lehnen zwei Drittel der Bürger das Projekt ab. Litauen ist bei der Energieversorgung vor allem auf Gaslieferungen aus Russland angewiesen. Die Energiekosten für litauische Haushalte sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

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dapd

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