VRR-Rat stoppt drastische Preiserhöhung für Semesterticket

Um 43 Prozent wollte der VRR den Preis für das Semesterticket erhöhen.
Um 43 Prozent wollte der VRR den Preis für das Semesterticket erhöhen.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Politiker im VRR-Rat stoppen die drastische Preiserhöhung für das Semesterticket - und sind verärgert über das Vorgehen der Verwaltung des Verkehrsverbundes. Sie stellen nun klar: Eine Preiserhöhung werde frühsten zum Sommersemester 2015 kommen und dann auch nicht im Umfang von 43 Prozent.

Duisburg.. Das VRR-Semesterticket für Studierende soll erst einmal nicht drastisch teurer werden. Dies teilten Norbert Czerwinski und Frank Heidenreich, Fraktionsvorsitzende der Grünen und der CDU im VRR-Rat mit. Gemeinsam haben sie eine Mehrheit in dem politischen Gremium.

Studierende hatten heftig protestiert, weil der VRR eine Preiserhöhung von 43 Prozent angekündigt hatte. So hatte sich eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "So nicht, VRR" gegründet, die innerhalb weniger Tage über 10.000 Unterstützer fand.

2014 steigt der Preis für das VRR-Semesterticket um 3,3 Prozent, wie für alle anderen Fahrkarten auch

Nun schaltete sich die Politik in den Streit um das VRR-Semesterticket ein. Es werde eine Preisanpassung von 3,3 Prozent zum 1. Januar 2014 geben, wie für andere Tickets auch, so Czerwinski. „Mehr ist mit uns erst einmal nicht zu machen.“

Studenten Man wolle mit den Studentenvertretungen weiter verhandeln und das Semesterticket zukunftsfähig machen. Eine außerplanmäßige Preiserhöhung werde es frühstens zum Sommersemester 2015 geben. „Und auch dann kann ich mir 43 Prozent nicht vorstellen“, so Czerwinski.

Die Politiker üben Kritik an der VRR-Verwaltung. Zum einen reicht ihnen die Datengrundlage nicht aus, mit der die 43-prozentige Preiserhöhung begründet wurde. Wenn es wirklich eine Unterfinanzierung des Semestertickets gebe, müsse man gemeinsam mit den Allgemeinen Studierenden Ausschüssen (Asten) darüber sprechen.

VRR-Verwaltung sei ohne Rückendeckung der Politik vorgegangen

In den künftigen Gesprächen mit den Asten müsste beispielsweise die Problematik angesprochen werden, dass sich einige Menschen an den Unis einschreiben, um kostengünstig mit Bus und Bahn fahren zu können.

Zudem ärgern sich die Politiker weil, die Gespräche zwischen VRR-Verwaltung und den Asten "nicht mit Rückendeckung der Politik" abgelaufen seien. "Wir sind als Politik gar nicht vernünftig informiert worden", sagt Czerwinski. Der VRR habe mit seinem Verhalten unnötige Proteste entfacht.