Von der Leyen will jetzt doch Kampfdrohnen

Berlin..  Zu Beginn ihrer Amtszeit machte Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen (CDU) noch einen großen Bogen um Drohnen. Ob beim Truppenbesuch in Afghanistan oder beim Rundgang über die Internationale Luft- Raumfahrtausstellung in Schönefeld bei Berlin – Bilder mit den futuristisch anmutenden, ferngesteuerten Flugobjekten mied sie stets.

Fotos der CDU-Politikerin mit größeren Drohnen gibt es bis heute nicht. Die Berührungsängste hat die Ministerin dennoch längst abgelegt. Inzwischen ist sie sogar zur Antreiberin der Drohnen-Beschaffung für die Bundeswehr geworden.

Anlässlich der deutsch-französischen Regierungskonsultationen teilte am Montag zuerst ihre Rüstungsstaatssekretär Katrin Suder dem Bundestag mit, dass Deutschland, Frankreich und Italien noch in diesem Jahr die Entwicklung einer europäischen Drohne vereinbaren wollen. Gestern fand sich eine entsprechende Formulierung in dem Abschlussdokument des Ministertreffens.

Da die europäische Drohne voraussichtlich erst in zehn Jahren fertig sein wird, soll ebenfalls noch in diesem Jahr über eine Übergangslösung entschieden werden. Zur Auswahl stehen die israelische „Heron TP“ und eine amerikanische Drohne, die wahlweise „Predator B“ (Raubtier) oder „Reaper“ (Sensenmann) genannt wird.