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Vogelgrippe in Seelow: Ministerium gibt eine erste Entwarnung

17.02.2013 | 15:40 Uhr
Foto: /dapd/Theo Heimann

Aufatmen in Seelow: Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Entenmastbetrieb im Landkreis Märkisch-Oderland hat das brandenburgische Gesundheitsministerium eine erste Entwarnung gegeben. Offenbar habe es sich um einen Einzelfall gehandelt, sagte eine Sprecherin der Behörde am Sonntag. Proben aus anderen Betrieben, die zum betroffenen Hof Kontakt hatten, seien bislang negativ geblieben.

Potsdam/Seelow (dapd). Aufatmen in Seelow: Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Entenmastbetrieb im Landkreis Märkisch-Oderland hat das brandenburgische Gesundheitsministerium eine erste Entwarnung gegeben. Offenbar habe es sich um einen Einzelfall gehandelt, sagte eine Sprecherin der Behörde am Sonntag. Proben aus anderen Betrieben, die zum betroffenen Hof Kontakt hatten, seien bislang negativ geblieben. Ungeachtet dessen riefen die Behörden die Bevölkerung weiter zur Wachsamkeit auf.

Der Virus war bei Eigenkontrollen des Betriebs an den Tieren entdeckt worden. Eine Untersuchung des Friedrich-Löffler-Instituts in Riems ergab dann, dass es sich nicht um die gefährlichste Variante handelte. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurde am Samstag der komplette Bestand von 14.500 Tieren getötet. Zur Einhaltung der tierschutzrechtlichen Regelungen überwachten Tierärzte dabei eine beauftragte Fachfirma. Am Sonntag wurde der betroffene Hof desinfiziert. Im Umkreis von einem Kilometer gilt nun noch für 21 Tage ein Sperrbezirk.

Vertreter des zuständigen Landkreises verteilten deshalb am Wochenende Informationsbroschüren an die Bevölkerung. Alle Tierbesitzer seien angewiesen, mögliche Anzeichen von Erkrankungen in ihrem Bestand zu melden, sagte Landkreissprecher, Tobias Seyfarth. Generell müssten die Bewohner des betroffenen Gebietes keine Auswirkungen befürchten. Aber die Tierhalter, wie zum Beispiel die Besitzer eines Taubenschlages, müssten ihre Tiere vorsorglich unter Verschluss halten.

Insgesamt bezeichnete der Landkreissprecher die Kontroll- und Schutzmaßnahmen als ausreichend. "Es gibt keine Lücken", sagte Seyfarth. Große Betriebe würden regelmäßig überprüft. Zudem könnten mögliche Befunde mittlerweile schnell ausgewertet und Schritte zur Vermeidung einer Ausbreitung rasch eingeleitet werden. Das habe der aktuelle Fall deutlich gemacht.

Derweil blieb die genaue Ursache für die Infektion am Wochenende zunächst unklar. Zuletzt wurde das H5N1-Virus bei Geflügel in Brandenburg im Jahr 2007 nachgewiesen.

dapd

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Kommentare
18.02.2013
16:35
Vogelgrippe in Seelow: Ministerium gibt eine erste Entwarnung
von EckardWendtAGfaNeV | #1

Es geht immer nach Schema "F": Schuld sind die Wildvögel, die sich trickreich in die hermetisch abgeriegelten Mastbetriebe einschleichen, um dort ihr Unwesen zu treiben. Solange die Mehrheit der Bevölkerung diese Mähr bereitwillig glaubt, sehen die Verantwortlichen keine Notwendigkeit zu überprüfen, ob die Viren, die ja bei den Enten keine Krankheitssymptome auslösten, nicht doch vielleicht von überbetrieblich eingesetzten Veterinären und Beratern des Integrators, die von Mastbetrieb zu Mastbetrieb reisen, bei ihren Besuchen die eingeschleppt wurden.
Auf den Prüfstand sollte auch das System der Eigenkontrollen durch die Betreiber der Massentierhaltungsanlagen, denn sie bergen die Gefahr, daß nach dem Opportunitätsprinzip gemeldet wird. Warum verzichtete der Gesetzgeber darauf, regelmäßige, kostenpflichtige virologische Untersuchungen durch staatliche Stellen durchzuführen wie sie Betrieben mit Freilandhaltungen auferlegt über sich ergehen lassen müssen?

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