Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Politik

Viele Waffen bei Großrazzia in rechter Szene gefunden

08.10.2012 | 17:28 Uhr

Bei der Großrazzia in den Räumen von drei rechten Kameradschaften in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Ende August zahlreiche verbotene Waffen gefunden. Von den vorgefundenen 147 Waffen sind 30 verboten, weitere neun sind erlaubnispflichtig. Das geht aus einer am Montag bekannt gewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Piratenpartei hervor.

Düsseldorf (dapd-nrw). Bei der Großrazzia in den Räumen von drei rechten Kameradschaften in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Ende August zahlreiche verbotene Waffen gefunden. Von den vorgefundenen 147 Waffen sind 30 verboten, weitere neun sind erlaubnispflichtig. Das geht aus einer am Montag bekannt gewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Piratenpartei hervor.

Demnach fanden die Polizisten unter anderem mehrere Totschläger, Wurfsterne, Dolche, Bajonette, Säbel, Pistolen und eine Armbrust. Einsatzkräfte hatten am 23. August die Räume des "Nationalen Widerstands Dortmund", der "Kameradschaft Aachener Land" und der "Kameradschaft Hamm" sowie Wohnungen von Mitgliedern durchsucht. Die Vereine wurden verboten.

Wie aus der Antwort des Innenministeriums zudem hervorgeht, sind 99 Personen, die der rechten Szene in NRW zugeordnet werden, im Besitz eines Waffenscheins oder einer Waffenbesitzkarte. In jedem dieser Fälle werde derzeit der Entzug der Erlaubnis geprüft, hieß es. Die Piraten im NRW-Landtag begrüßten die Ankündigung. "Niemand will bewaffnete Neonazis", sagte der Abgeordnete Frank Herrmann.

Die Kameradschaften aus Dortmund und Aachen haben derweil Klage gegen das Vereinsverbot eingelegt. Das teilte das Oberverwaltungsgericht Münster am Montag mit. Wie es weiter hieß, haben auch einzelne Personen gegen ihre Einbeziehung in das Verbot geklagt. Sie hätten im Wesentlichen geltend gemacht, nicht Mitglied der entsprechenden Kameradschaft zu sein. Wann über die Klagen entschieden wird, ist den Angaben zufolge noch nicht absehbar.

dapd

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7176965/create

Umfrage
Die Innenminister fordern eine strengere Promillegrenze für Radfahrer. Derzeit liegt der Grenzwert bei 1,6 Promille. Wie finden Sie die Forderung der Innenminister?

Die Innenminister fordern eine strengere Promillegrenze für Radfahrer. Derzeit liegt der Grenzwert bei 1,6 Promille. Wie finden Sie die Forderung der Innenminister?

 
Fotos und Videos
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Trauer um Margaret Thatcher
Bildgalerie
Begräbnis
Japan bringt Raketen in Stellung
Bildgalerie
Korea-Konflikt
Nackt-Protest bei Putin-Besuch
Bildgalerie
Femen
Aus dem Ressort
Türkische Bücher gefährden laut GEW Schulfrieden
Schulbücher
Die Diskussion über Sprach-Lehrbücher, die von türkischen Konsulaten verteilt werden, geht weiter. Die Lehrergewerkschaft GEW weitet ihre Kritik aus. Türkischer Elternverband hält die Buchreihe hingegen nicht für nationalistisch.
Polizisten schreiben Protestbrief gegen rot-grüne Sparpläne
Beamte
Der Protest nordrhein-westfälischer Beamter gegen Abstriche bei ihrer Besoldungsanpassung reißt nicht ab. Am Dienstag übergaben drei Polizeigewerkschaften NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) im Düsseldorfer Landtag über 19.000 Protest-Unterschriften.