„Viele Kunden werden zähneknirschend zahlen“

Die neuen Gebühren der Postbank gelten nur für Papierbelege. Nicht betroffen sind beispielsweise Überweisungen im Online-Banking, aber auch per Telefon und an den Service-Terminals in den Post-Filialen. Bei vielen Sparkassen, Volksbanken und anderen Geldinstituten gibt es dagegen keinen Unterschied in der Preisgestaltung zwischen Online und Papier.

Widerspruch einlegen können Postbank-Kunden bis 1. April. Das Risiko: Die Postbank kann ihrerseits den Vertrag kündigen, sagen Verbraucherberater. Im Zweifel stehe man dann plötzlich ohne Konto da.


Verbraucherschützer gehen davon aus, dass viele Kunden die Umstellung zähneknirschend akzeptieren. Markus Feck, Verbraucherzentrale NRW: „Die Postbank hat viele ältere Kunden. Die haben oft keinen Zugang zum Internet, aber es fällt ihnen schwer, im Alter noch die Bank zu wechseln.“

Den Trend zum Online-Banking halten aber auch Verbraucherschützer für unaufhaltsam. Schon allein, weil Banken ihre Kostenstrukturen verschlanken wollten.