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Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um

07.09.2009 | 18:11 Uhr

Nürnberg. Viele Hartz-IV-Empfänger würden laut einer Umfrage für einen Arbeitsplatz nicht umziehen - lange Arbeitswege nähmen sie aber in Kauf. Das zeigt eine neue Studie. Rund zwei Drittel der Befragten könnten sich demnach nicht vorstellen, für einen neuen Arbeitsplatz den Wohnort zu wechseln.

Viele Hartz-IV-Empfänger würden für einen Job nicht umziehen. Foto: ddp

Arbeitslosengeld-II-Empfänger sind für einen neuen Arbeitsplatz zu Zugeständnissen bereit, nicht jedoch in jeder Hinsicht. Die meisten Hartz-IV-Empfänger würden einer Umfrage zufolge für einen Arbeitsplatz nicht umziehen - lange Arbeitswege nähmen demnach sie aber in Kauf. Bei der am Montag veröffentlichten Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erklärten zwei Drittel der befragten Arbeitslosen, sie könnten sich einen Umzug nicht vorstellen.

Doch einen langen Arbeitsweg, ungünstige Arbeitszeiten, eine Tätigkeit unter ihrer Qualifikation und belastende Arbeitsbedingungen würden mehr als zwei Drittel in Kauf nehmen. Alleinstehende Hartz-IV-Empfänger erwarteten einen Nettolohn von 6,07 Euro pro Stunde, Arbeitslose mit Kindern zwischen 6,72 und 7,58 Euro netto. Wege aus der Arbeitslosigkeit sehen die Arbeitsmarktforscher in Geldhilfen beim Umzug, Beratung am neuen Wohnort, Lohnsubventionen und Förderung von Zusatzqualifikationen.

«Weil die Arbeitsmarktkrise die Regionen ganz unterschiedlich trifft, könnte dennoch die Unterstützung einer regionalen Neuorientierung gerade auch gegenwärtig eine erfolgversprechende Strategie darstellen», so die Autoren der Studie, die im Internet steht. (ap/ddp)

DerWesten

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Kommentare
02.10.2009
08:01
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von kurzknapp | #131

Ich arbeiten jeden Tag mit Hartz Geld Empfängern. Vor drei Wochen habe ich im Rahmen eines Projektes 13 in Arbeit vermittelt. Davon arbeitet noch eine, allerdings auch nur noch stundenweise. Alle anderen haben nach wenigen tagen einen krankenschein eingereicht. Das mache ich jetzt schon seit 5 jahren. Immer das gleiche Ergebnis bis auf wenige Ausnahmen.
Da war bisher niemand dabei, der nicht schon lange vom staat gelebt hätte. Die Entschuldigungen für ihr sozialgehabe sind immer dieselben. Ich war mal mit Idealismus dabei, habe anfangs wirklich geglaubt, dass sie vom leben gestraft sind und nichts dafür können. Mittlerweile kann ich diese stereotypen ausreden und krankengeschichten nicht mehr hören. Sehe ich sie doch rauchen und trinken und ungesund essend. Ich lebe mit ihnen in einer stadt, und sehe sie, wenn ich von der arbeit komme. Sie haben sich krank gemeldet und ich treffe sie bei mac doof, am bahnhof mit der bierpulle oder in unserem kauftempel. (in dem sie sich nichts kaufen können - nur gucken) Wer sich ein urteil erlauben will sollte diesen sozialpädagogischen job machen, mit viel geduld und diplomatie und sich dann ein urteil erlauben. ich komme immer mehr zu dem ergebnis, dass einige millionen auf kosten der arbeitenden bevölkerung langzeiturlaub machen und unserem solidarprinzip
gehörig schaden. Schade- unser System ist nicht schlecht. Aber unten wie oben gibt es absahner und die mitte muss den ganzen scheiss bezahlen.
hört alle auf zu arbeiten, dann funktioniert das system nicht mehr.

13.09.2009
09:29
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von oliho | #130

Ich habe reichlich Harzis imBekanntenkreis. Die warten bis die ARbeit nach Hause kommt, machen dann aber nicht auf. Es darf eben kein Bargeld geben.

12.09.2009
19:47
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #129

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.09.2009
01:36
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von Bücherfreund | #128

Habe die Studie gelesen.
Reine Theorie. Von Aktivierung ist die Rede.
Dies klingt sehr technisch, als ginge es nicht mehr um Menschen sondern um Systeme, die aktiviert werden sollen.
Dort heißt es z.B. in Bezug auf einen Wohnortswechsel:
Psychische Hürden müssten überwunden werden.
Ist doch klar, daß jemand mit 50 größere Probleme hat sich in ein neues Umfeld einzuleben
als jemand mit 25. Ein Wohnortswechsel ist ein
gravierendes Ereignis im Leben. Die entscheidung darüber sollte jedem selbst überlassen sein.
Das im Gesetz verankerte Recht auf Freizügigkeit
schreibt nicht nur fest, daß sich jeder in unserem Land dort niederlassen darf wo er möchte, sondern auch daß er in der Umgebung bleiben darf, wenn er dies als einen wichtigen Faktor für
sein persönliches Wohlbefinden erachtet.

08.09.2009
22:57
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von Leo Frei | #127

nicht überzeugt, sorry. das ist leicht überhebliche realitätsverweigerung, das so zu sehen. Aber es ist ausdiskutiert. alles ist bereits gesagt. Suchen wir uns morgen ein neues Thema.

08.09.2009
20:01
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von dummberger | #126

@124 von smalltalk
Da SIe auf meine Argumente nicht eingehen, nehme ich an, dass ich SIe überzeugen konnte. Das freut mich. Ich habe also Ihre Intelligenz doch unterschätzt.

08.09.2009
16:19
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von smalltalk | #125

Also gerade in Ihrem 1. Absatz fällt mir persönlich das Verstehen schwer.
Ist das ein eigener Dialekt?

08.09.2009
16:14
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von dummberger | #124

@119 von Leo Frei
Ich weiß, dass es vielen schwer denkt, differnziert zu denken. Aber wenn Sie nur 2 Schubladen für Ihr Dneken zur Vefügung haben, wird eine Diskussion natürlich sehr erschwert. Ich versuche es trotzdem noch einmal.
- Wie wohl fast jeder bin ich der Meinung, dass der, der mehr leistet, auch mehr dafür bekommen soll. Bis dahin klar?
- Können Sie mir erklären, warum in ein und demselben Betrieb Erfolgsboni an Manager gezahlt werden, aber gleichzeitig wegen schlechter Geschäftsergebnisse Mitarbeiter entlassen werden?
- Studieren für alle, heißt nicht, dass jeder studieren soll. Was sollte das für einen Sinn machen? Es heißt, dass jeder, der intellektuell dazu in der Lage ist, die Chance bekommen soll, zu studieren, unabhängig vom Geld seiner Eltern. Das ist in Deutschland nicht der Fall, wie internationale Studien immer wieder aufzeigen.
- Solidariät heißt nicht, dass jeder gleich viel hat, das sagen ja nicht einmal die Linken. Aber Solidarität heißt, dass man jedem eine Chance gibt und auch die, die es aus irgendwelchen Gründen nicht schaffen, unterstützt.
Jetzt verstanden?

08.09.2009
15:50
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von smalltalk | #123

Ja endlich einer der es auch so sieht.

08.09.2009
15:47
Viele Hartz-IV-Empfänger ziehen für den Job nicht um
von Leo Frei | #122

LIeber Herr Dummberger, wie Herr W. sein Leben durchfinanziert hat, weiß ich nicht, aber das verstehe ich jetzt nicht: Sie werfen jemand vor, dass er so lange wie er wollte, auf Kosten des Staates studiert hat, aber nichts eingezahlt hat? und Sie sagen, der andere hat malocht und erhält nur Standard-HartzIV`?

Entschuldigung, aber Sie knüpfen, das, was jemand erhalten soll, an seine Leistung. Wo ist ihr solidarischer Gedanke? Studieren für alle, gleiche Soziale Rechte für alle?
Sie kritisieren gerade Westerwelle für eine Denkweise, die sie selbst an den Tag legen!
Am Ende muss ich feststellen: Jeder denkt hier, wer mehr leistet, soll mehr haben.
Am Ende funktioniert die Welt genauso, nur haben das noch nciht alle erkannt!

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