Viele Deutsche fürchten Ausbreitung des Islams
11.12.2009 | 17:07 Uhr 2009-12-11T17:07:00+0100
Köln. Ein Großteil der Deutschen hat Angst, dass sich der Islam auch hierzulande immer stärker ausbreitet. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Der Bamberger Erzbischof Schick fordert indes die Muslime in Deutschland auf, sich für den Kirchenbau in muslimisch geprägten Ländern stark zu machen.
Die Sorge vor einer zu starken Ausbreitung des Islams ist auch in Deutschland weit verbreitet. Nach einer am Freitag veröffentlichten ARD-Umfrage macht sich nur rund ein Fünftel (22 Prozent) der Bundesbürger gar keine Sorgen in dieser Hinsicht. 39 Prozent der insgesamt 1.000 von Infratest dimap Befragten gaben an, sie hätten «ein wenig Sorge», und 36 Prozent machen sich laut ARD-Deutschlandtrend sogar große Sorgen.
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick forderte derweil die in Deutschland lebenden Muslime auf, sich für den Bau von Kirchen in muslimisch geprägten Ländern einzusetzen - im Gegenzug für die Akzeptanz von Moscheen in Deutschland. Dies geschehe nicht oder zu wenig, bemängelte der katholische Geistliche im Interview des «Bayernkuriers».
Dort wird Schick mit den Worten zitiert: «Die islamischen Bürgerinnen und Bürger sollen Moscheen bauen dürfen, wozu übrigens nach dem Koran das Minarett nicht unbedingt dazugehört. Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut.» Sie müssten sich aber zugleich für den Bau von Kirchen in muslimisch geprägten Ländern, zum Beispiel in der Türkei und Saudi Arabien, einsetzen. «Das tun sie nicht oder zu wenig», kritisierte der Bischof.
Kirchenbau in der Türkei wäre ein "großes Zeichen"
Diese Tatsache mache die christliche Bevölkerung in der Bundesrepublik unsicher. Wenn Muslime hier ihre Gotteshäuser bauten, «müssen sie auch auf die gewachsene Baukultur Rücksicht nehmen und Dominanzversuchungen widerstehen. Da sind unsere muslimischen Mitbürger und Mitbürgerinnen gefordert.»
Wenn alle Türken hierzulande sagen würden, sie wünschten, dass die Regierung in Ankara den christlichen Kirchen in der Türkei einen öffentlich-rechtlichen Status zuerkenne und erlaube, Kirchen zu bauen, «wäre das ein großes Zeichen», fuhr Schick fort. Die türkische Regierung würde dies ernst nehmen müssen. «Sicherlich würde es auch die Akzeptanz der muslimischen Bevölkerung in Deutschland, in der Schweiz und in anderen Ländern sehr fördern», wird der Bamberger Erzbischof zitiert. (ap)

20:33
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18:07
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11:19
Karl Popper sagt:
Es gibt ein Paradoxon der Toleranz: Grenzenlose Toleranz, die auch die Intoleranten einschließt, beinhaltet die Gefahr, daß die Intoleranten die Toleranz abschaffen.
20:49
@56 von HotelNeukölln
Ihr Kommentar spricht einen ganz entscheidenden Punkt an. Eine Mehrheit der Deutschen möchte zwar die eigenen Werte gegen den Islam verteidigen, nur keiner weiß, welche Werte das eigentlich sind.
Das christliche Abendland gibt es real schon lange nicht, christliche Werte (unter denen sich ohnehin jeder etwas anderes vorstellt) spielen in unserer Gesellschaft keine große Rolle mehr.
Ein Begriff wird in dem Zusammenhang oft genannt: Toleranz. Und an dem Beispiel zeigt sich unser ganzes Dilemma: Verteidigen wir den Wert Toleranz, indem wir tolerant zum Islam sind oder müssen wir, um die Toleranz zu verteidigen, intolerant gegenüber dem Islam werden?
Man könnte die Liste fortführen: Verteidigen wir den Frieden, indem wir Krieg führen,verteidigen wir die Freiheit, indem wir sie einschränken?
11:13
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10:30
Die hier diskutierten Sorgen in der Bevölkerung wegen der Ausbreitung des Islam wurde bisher von den etablierten Parteien vollkommen ignoriert. Nur die Bürgerbewegung Pro-Köln/Pro-NRW versucht durch konstruktive Vorschläge eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema herbeizuführen. z.B. durch die folgenden Anträge im Kölner Stadtrat:
Verbot des muslimischen Gesichtsschleiers in öffentlichen Gebäuden (Sitzung am 19.11.09)
Resolution für ein Minarettverbot (Sitzung am 17.12.09)
Einhaltung des Tierschutzgesetzes, Verbot ritueller Schächtungen (Sitzung am 17.12.09)
Die Anträge sind nachzulesen bei:
http://www.stadt-koeln.de/1/stadtrat/tagesordnung-wortprotokolle/
09:06
Ausbreiten kann sich eine fremde Kultur/Glaube nur dort, wo eine eigene Kultut/Glaube nicht mehr besteht. Was ist denn deutsche Kultur? M.E. hat es die nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Wer meint, das Grundgesetz könne verlorenen Glauben, verlorene Kultur und verlorene Werte ersetzen, muss ganz schön naiv sein. In Deutschland gitb es mehrheitlich keinen Willen, eine eigene Kultur zu leben und zu behaupten, darum ist die Zersetzung dieser Gesellschaft vorprogrammiert.
08:57
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04:18
@ Ali Hans
.. dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehn; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können. Dergleichen beweist, daß mit dem metaphysischen Bedürfniß die metaphysische Fähigkeit nicht Hand in Hand geht.“ (Arthur Schopenhauer in seinem Buch Die Welt als Wille und Vorstellung über den Koran)
Weiterhin viel Spaß ..!