Verpasste Chance – von Tobias Blasius
02.09.2010 | 18:46 Uhr 2010-09-02T18:46:00+0200Nach einer Katastrophe wie der Duisburger Loveparade mit 21 Toten kann ein Landtagsausschuss niemals Ort der juristischen Aufklärung sein. Im Vorgriff staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sollte sich auch gar kein Abgeordneter ernsthaft zum Ermittler aufschwingen.
Ein parlamentarisches Gremium kann aber nach Wochen der schieren Fassungslosigkeit sehr wohl ein Forum zur aufrichtigen und öffentlichen Auseinandersetzung mit der Tragödie bieten. Hier geht es um Gesten und Symbole. Diese Chance haben alle Beteiligten in Düsseldorf verpasst.
Die gegenseitigen Schuldzuweisungen von Polizei, Stadt und Veranstalter gingen bloß in eine neue Runde, wurden mit Gutachten, Dokumenten und selbstgefälligen Erklärungen unterfüttert. Immerhin: Der unglücklich durch die wohl schwersten Wochen seines politischen Lebens taumelnde Oberbürgermeister Sauerland stellte sich tapfer den Parlamentariern. Und Innenminister Jäger rückte vorsichtig von seiner Betonposition ab, die Polizei habe alles richtig gemacht.
Den angemessenen Ton, der die Hinterbliebenen und Verletzten ein wenig versöhnen könnte, trafen indes beide nicht. Von den schneidigen Anwälten des Chaos-Veranstalters Lopavent ganz zu schweigen.

22:57
Wer nimmt denn die Lahmen Pupen
von den BRD Staatsanwaltschaften
noch ernst ?
Institutionalisierte Vertuschung von
Misständen und Verbrechen, sonst
Nix !
17:11
Sowohl Herr Sauerland wie die Landespolitiker haben nicht vor, irgendeinen Fettnapf auszulassen, der sich anbietet. Diese total bigotten Menschen sind einfach nur noch ekelhaft. Eine Ausnahme scheint der Innenminister Jäger zu sein.
23:16
Errare humanum est, in errore perseverare stultum
Ein Oberbürgermeister Sauerland, der sich von einer Karriereanwältin auf unsere Kosten wie am Nasenring durch den Landtag ziehen läßt.
Das hat Duisburg wirklich nicht verdient!
20:16
Ich könnte k . . . en
Der Sauerland ist noch peinlicher als ich dachte und ganz Deutschland kann lesen was wir für einen OB gewählt haben.
18.45 Uhr Adolf Sauerland erklärt, dass er von Beginn an Verantwortung übernommen habe - die Verantwortung bei der Aufklärung zu helfen. Die letzten fünf Wochen waren hart für mich. Wir haben die Pflicht, die wichtigen Fragen, die sich die Angehörigen stellen, zu beantworten - das ist meine Verantwortung, so Sauerland.
Was tuen die Beteiligten den Angehörigen der Toten jungen Leuten noch an?
19:35
Das was Sie fordern, Herr Blasius, ist die Quadratur des Kreises.
Deshalb hätte ich diese Sitzung heute nicht gemacht. War völlig daneben.
Nur Gerichte haben die Möglichkeit, Personen so zu befragen, dass sie auch aufrichtig antworten müssen, sonst riskieren sie einen Meineid.
Von daher eine peinliche Posse mehr.
Und eines kommt hinzu Adolf S. sieht sich immer weiter in seinem völlig realitätsfernen Verhalten bestätigt.
Für uns Duisburger ein Desaster.