Vernunft in Sachen Waffenrecht ist in den USA nicht mehrheitsfähig
2012-07-20T17:51:00+0200
Welche Lektionen wird Amerika nun ziehen? Nach Massakern wie Columbine, Virginia Tech und jetzt Aurora? Wird es seine menschenfeindlich laxen Waffengesetze ändern? Leider nein. Es ist Wahlkampf in Amerika. Und die zwar einfühlsame, Gemeinschaftssinn stiftende, gleichwohl politische inhaltsleere Trauerrede, die Präsident Obama gestern spontan hielt, zeigt, was das bedeutet.
Niemand von Rang und Namen bei Demokraten wie Republikanern wird sich ernsthaft trauen, das in der Verfassung verbriefte Recht auf Waffenbesitz wirklich nachhaltig einzuschränken. Vernunft ist nicht mehrheitsfähig.
Der von Mythen umrankte Schusswaffenkult und die Lobbymacht der „National Rifle Association“ machen eine Reform unmöglich. Und das in einem Land, in dem jährlich 12 000 Menschen mit Schusswaffen getötet und 45 000 verletzt werden. In dem sich mehr als 17 000 Menschen jedes Jahr erschießen. In dem es mehr als 320 Millionen Pistolen, Gewehre und Revolver gibt. In dem die Waffenbranche jährlich vier Milliarden Dollar umsetzt. Die Logik vieler Amerikaner nach Katastrophen wie der in Colorado mutet schizophren an: Sie sprechen sich für (noch) mehr Waffenfreiheit aus.
Als die Kongressabgeordnete Gifford Anfang 2011 von einem Amokläufer fast erschossen worden wäre, gingen am Tag darauf in Arizona die Waffenkäufe um 60 Prozent nach oben; aus Angst vor denen, die in Washington die Gesetze machen. So wird es wohl auch diesmal sein. Dabei wäre das Blutbad im Kino Anlass genug für eine tiefe Selbstprüfung. Nie war ein heilsamer Schock für Amerika wichtiger als heute.
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19:37
Was dem Ami die Knarre, dem Deutschen die Karre. Sollten aus Umweltgründen alle Autos auf 70 PS beschränkt werden, Morgen wäre Mord, Totschlag und Bürgerkrieg auf Deutschlands freien Straßen für freie Bürger...
17:19
Deutschland flächendeckend 130 eingeführt wird - es gibt Dinge, über die diskutiert man nicht, egal ob Menschen sterben müssen oder man eh nur im Stau steht.
16:03
Denn schärfere Waffengesetze verhindern nur und ausschließlich die Bewaffnung gesetzestreuer Bürger. Verbrecher geben einen ****** auf die Gesetze.
Auch in den U.S. bekommen Verbrecher keine legalen Waffen.
Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen. Und daher wird es solche Tragödien immer wieder geben, völlig egal wie scharf die Waffengesetze auch sein mögen.
15:10
Die Diskussion wird zwar geführt, aber zu kaum greifbaren bzw. zu überhaupt keinerlei Ergebnissen führen. Traurig, aber wahr.
Die National Rifle Association wird ihren ganzen Einfluss geltend machen, um tiefgreifende Gesetzesänderungen zu verwässern.
15:07
Erst vor einigen Tagen hat ein Rentner bei einem Überfall seine Knarre gezogen und die Täter "erfolgreich" niedergeschossen. Obwohl natürlich noch keine gerichtliche Klärung des Falles erfolgt war, ließen deutsche Nachrichtenmeldungen schon verlauten, eine Strafverfolgung müsse der Mann nicht fürchten.
Solange sowas in den USA passiert, werden sich stets genug Idioten finden die sich durch Bewaffnung sicherer fühlen.
Dass Waffenbesitzer überdurschnittlich oft durch Schusswaffen sterben, und die gefährslichsten Städte und Stadtteile in den USA oft diejenigen sind, in denen die Anzahl der Waffen in Relation zur Bevölkerung sehr hoch ist, kann man ja getrost ausblenden.
Gegen Selbstjustiz-Affinität und Rambo-Mentalität helfen keine Sachargumente.
10:20
Kommentare in einer Zeitung sollen die persönliche Meinung der Autoren widergeben. Warum auch nicht? Der Kommentar Herrn Hautkapps liest sich allerdings fast wie der Aufruf zu einem Kreuzzug: Welche Debatten "die USA" bräuchten, ob ihre Waffengesetze menschenverachtend seien, ob Vernunft in den USA mehrheitsfähig sei usw. Herr Hautkapp verkennt völlig die Wirklichkeit: 48% aller US-BürgerInnen besitzen legale Waffen - also nahezu jeder 2. Hinzu kommt eine unbekannte aber sicherlich recht hohe Zahl illegaler Waffen. Offensichtlich herrschen in den USA aus historischen Gründen völlig andere Rechtsvorstellungen als bei uns. Da werden Herrn Hautkapps Forderungen "die USA" aber sicherlich mächtig beeindrucken [Ironie]! Schlicht: Ein selbstherrlicher und anmaßender Kommentar.
21:01
Filmhelden und Kriegshelden der Spieleindustrie geben Aggressionen einen Sinn, dort sorgen Helden für Ordnung und Gerechtigkeit. Unsere Welt ist ungerecht - gesellschaftliche Regeln in eine multikulturellen Gesellschaft sind oft undurchschaubar, komplex - wenn es sie überhaupt gibt. Gesetze wirken da schnell unlogisch, ungerecht - anstatt Ordnung zu schaffen bringen sie Menschen zu Weißglut, schüren Wut und Intoleranz, Unverständnis, sie sind kein geeigneter Kanal für Gefühle wie Angst, Wut, für Aggressionen oder Unsicherheit - für Sprachlosigkeit. Machos leben vor wie es geht - auch in der realen Welt. Machos sind gefragt bei Frauen, sie haben was zu sagen und es scheint, ihnen gehört die Welt. Mit einem Waffengesetz wird die Welt nicht gerechter oder besser - vielleicht sogar nicht einmal sicherer. Mit einem Waffengesetz müssen gleichzeitig emotionale Bildung und andere Kommunikationsmöglichkeiten für Jugendliche geschaffen werden.
Was wollen Sie uns damit sagen? Was ist die Essenz?
guter Kommentar, Feierabend.
Leider für die schlichten Schwarz-weiß-Gemüter ungeeignet, da sie ihn nicht verstehen...
Uns deswegen tötet man kleine unschuldige Bürger?! Könnten das dann nicht sehr viele Menschen so ausleben? Ich kann keine Moral predigen, wenn ich mich selber wie ne Sau verhalte. Und zuguterletzt wird der nächste Täter mit dem Gesetzbuch in der Hand wütend und als Spiderman verkleidert unschuldige Bürger am Netz aufhängen?!
17:04
Ich befürchte eher, daß die amerikanische Logik zu einem anderen Schluß kommt: Demnächst soll jeder bewaffnet ins Kino gehen, damit er sich im Fall des Falles gegen Attentäter verteidigen kann...
16:05
Den Amis wird es wohl am A....... vorbeigehen wie in Deutschland über ihr Waffengesetz gedacht wird
14:31
Herr Hautkapp kann soviel er will jammern. Das 2nd Amendment wird richtigerweise nicht angetastet.