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Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten

07.07.2009 | 11:34 Uhr
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten

Urumqi. Bei erneuten Unruhen in der Uiguren-Provinz Xingjiang haben chinesische Sicherheitskräfte über 1400 Menschen festgenommen. Die US-Regierung zeigte sich "tief besorgt", Amnesty Internationel forderte von der chinesischen Regierung "vollständige Rechenschaft" über die Ereignisse .

Nach den blutigen Unruhen in der Uiguren-Region Xinjiang greifen die chinesischen Behörden hart durch. Das Zentrum der Hauptstadt Urumqi glich am Dienstag einer Festung, in einigen Stadtvierteln galt nach Angaben der Regionalregierung das Kriegsrecht. Die Polizei nahm seit den Ausschreitungen am Sonntag mehr als 1400 Menschen fest, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Über 1400 Menschen festgenommen

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, bezogen in der Innenstadt von Urumqi Sicherheitskräfte massenhaft Stellung. Hunderte Polizisten mit Helmen und Schlagstöcken riegelten den zentralen Platz der Stadt ab, der für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Ungeachtet des Sicherheitsaufgebots gingen am Dienstag mindestens 200 Menschen auf die Straße, um für die Freilassung ihrer inhaftierten Verwandten zu protestieren.

Eine uigurische Frau legt sich mit der Polizei in Urumqi an. Foto: ap

Laut Xinhua wurden 1434 Menschen für ihre mutmaßliche Rolle in den schweren Ausschreitungen festgenommen, darunter 55 Frauen. Die Polizei habe damit begonnen, die Verdächtigen zu verhören. Zuvor war von 700 Festnahmen die Rede gewesen. Wie die staatliche Agentur weiter meldete, vermutet die Polizei, dass in anderen Orten Xinjiangs neue Aufstände geplant werden. Die Behörden kündigten «schärfste Maßnahmen» an, um die Stabilität zu gewährleisten.

US-Regierung "tief besorgt"

Nach offiziellen Angaben kamen bei den Unruhen in Xinjiang 156 Menschen ums Leben, mehr als tausend Menschen wurden verletzt. Die US-Regierung zeigte sich «tief besorgt» über die Ereignisse in der von der muslischen Minderheit der Uiguren bewohnten Region. Die USA riefen alle Seiten in Xinjiang zur Zurückhaltung auf, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, mit.

Die im Exil lebende Uiguren-Führerin Rebiya Kadeer forderte eine internationale Untersuchung der Unruhen. «Wir hoffen, dass die UNO, die USA und die EU Ermittler schicken um zu untersuchen, was wirklich in Xinjiang passiert ist», sagte Kadeer in Washington. Die chinesische Regierung wirft der Chefin des Uigurischen Weltkongresses vor, hinter den Ausschreitungen zu stecken. Die Uiguren machen dagegen die chinesische Seite für die Gewalt verantwortlich.

Aufklärung verlangt

Die Uiguren-Führerin Rebiya Kadeer wandte sich in Washington an die Presse. Foto: afp

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verlangte, dass Peking «vollständig Rechenschaft» über die Todesopfer ablege. Außerdem müsse China die Verhaftungswelle nach den Unruhen erklären, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), forderte die chinesischen Behörden zum Verzicht auf Gewalt gegen uigurische Demonstranten auf. Die Behauptung der Regierung in Peking, die Proteste der muslimischen Minderheit im Nordwesten Chinas würden von außen gesteuert, sei unglaubwürdig, sagte Nooke der «Berliner Zeitung». (afp)

DerWesten

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Kommentare
07.07.2009
22:54
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von vantast | #12

Ist schon schlimm, wenn Terroristen in einer Regierung sitzen, wie viel Unheil sie anrichten können, sieht man hier. Hoffentlich gibt es in China eine Revolution und die Anführer werden alle verhaftet.....

07.07.2009
14:20
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von rene.bogdanski | #11

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07.07.2009
14:08
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von rene.bogdanski | #10

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07.07.2009
14:05
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von A.S. | #9

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07.07.2009
13:13
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von Marcel1977 | #8

#4 von Mdaner:
Nach deiner Theorie mit Gewalt und Zwang, nicht wahr?

Nö, das hast du dir ausgedacht. Du hast behauptet Zwangskonvertierungen würden nicht vorkommen und dem habe ich wiedersprochen. Das Leute auch freiwillig konvertieren habe ich nie bestritten.

Ahja, deine Schreibweise von anal ist echt für´n Ar... :-)

07.07.2009
12:42
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von ory64 | #7

@Mdaner:50.000 Europäer??? Kann nicht sein, und wenn, dann nur welche nach neuester Definition von Europa, und nicht aus dem altbekannten zivilisierten Europa

07.07.2009
11:47
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von Elektrosteiger | #6

Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten

Und das in der LUPENREINEN DEMOKRATIE China???

Kopfschüttel...

@ Antifa:

HÄÄÄÄ??????

07.07.2009
11:42
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von Mdaner | #5

@ Marcel1977

Bei dir steckt wohl dein Zentrum des Hasses in tiefen ananlen Bereichen :)
Was ist los, heut nicht gut gefrühstückt?
Jährlich konvertieren 50.000 Europäer zum Islam.Nach deiner Theorie mit Gewalt und Zwang, nicht wahr?Und diese Zahl wird nur von statistischen Bundesämtern angegeben, die richtigen Zahlen kennt keiner...

www.wahre-religion.de

07.07.2009
11:33
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von Menden_43 | #4

antifa heissen wollen, aber rechte dummheiten predigen...
sehr glaubwürdig!

07.07.2009
11:31
Verhaftungswelle nach Uiguren-Protesten
von Marcel1977 | #3

#2 von Mdaner:
Als ob im 21. Jahrhundert Menschen zwangsweise zum Islam bekehrt werden, dass ich nicht lache

Vorsicht dass das Lachen nicht im Halse stecken bleibt:

Piotr Stanczak did not exhibit the slightest hint of hesitation when the Pakistani Taliban asked him to choose between execution and conversion to Islam.
http://www.hindustantimes.com/StoryPage/StoryPage.aspx?sectionName=HomePage&id=37d3472e-cfb2-4fe0-a8ef-59bfbbeb2523&Headline=Polish+engineer+killed+for+not+converting+to+Islam

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