Verdi fordert deutlich mehr Lohn
09.02.2012 | 18:33 Uhr 2012-02-09T18:33:00+0100
Essen. Die Tarifverhandlungen starten mit einem entschiedenen Schlagabtausch. Die von den Gewerkschaften ausgerufene Zahl von 6,5 Prozent kommentieren die öffentlichen Arbeitgeber mit „vollkommen illusorisch und inakzeptabel“.
Der Ton sagt schon viel: Rollen-gerecht müssen die öffentlichen Arbeitgeber die Tarifforderung der Gewerkschaft zurückweisen. Das gehört sich so. Doch am Donnerstag fiel der erste Schlagabtausch entschieden wie selten aus. Sie nannten die Forderung nicht etwa überhöht, sondern „vollkommen illusorisch und inakzeptabel“. So jedenfalls drückte es Thomas Böhle aus, Präsident und Verhandlungsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). „Das ist beim besten Willen nicht zu schultern“, sagte Böhle im WAZ-Gespräch, „bei allem Verständnis für den Wunsch nach mehr Geld.“ Auch der Deutsche Städtetag reagierte kraftvoll. Die Forderung sei „völlig überhöht“, hieß es gestern.
Verdi und die ddb Tarifunion fordern 6,5 Prozent mehr für die knapp zwei Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Zur Stärkung der Geringverdiener müsse die Steigerung mindestens 200 Euro betragen, verlangte Verdi-Chef Frank Bsirske. Außerdem sollten die Auszubildenden monatlich 100 Euro mehr erhalten. Deutliche Erhöhungen seien „nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, sondern angesichts der Rezession in weiten Teilen Europas auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.“ Zudem hätten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 2011 einen Reallohnverlust von 0,6 Prozent hinnehmen müssen. Das habe den Abstand zur Privatwirtschaft weiter vergrößert. „Damit muss Schluss sein.“
Die öffentlichen Arbeitgeber machen eine andere Rechnung auf. Verdi liege durch den geforderten Mindestbetrag von 200 Euro bei einer Gesamtforderung von 8 Prozent. Das sei noch über dem, was in der Metall- und Elektroindustrie gefordert werde. Aber da, rechnet Böhle vor, gebe es Verteilungsspielräume, „im kommunalen Bereich dagegen liegt die Verschuldung bei 128,7 Milliarden Euro“. Ein neuer Rekord. „Jede Verteuerung führt zu dramatischen Konsequenzen“, sagt Böhle. Er weiß, wovon er spricht, schließlich ist der Verhandlungsführer der Kommunen im Hauptberuf Personalchef der Stadt München.

13:12
Mit 500,- Euronen im Monat wäre ich auch zufrieden. Es ist doch genug ****** vorhanden, sonst hätten sich die NRW-Politiker keine 500,- Euro im Monat vom Steuerbürger geklaut.
12:07
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Er sagt, "die Beschäftigten im öffentlichen Dienst hätten 2011 einen Reallohnverlust von 0,6 Prozent hinnehmen müssen."
Warum rechnet Herr Bsirske das schön, weil Verdi selbst diesen schlechten Abschluss vor 2 Jahren gemacht hat?
Also - ich arbeite im Öffentlichen Dienst, bin von diesen Tarifverhandlungen betroffen und habe 2011 einen Reallohnverlust von 1,4 Prozent gehabt.
Aber - da die Kassen leer sind würden mir 500,-€ pro Monat Erhöhung reichen...
06:50
Ich bin kein Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes.
Trotzdem MUSS jetzt vor allem in NRW ein Zeichen gesetzt werden.
Das unsere Politclowns nur einen Tag nach dieser dreisten Abzocke für die eigene Altersvorsorge auf leere Kassen verweisen ist eine absolute Unverschämtheit.
22:12
Na ja,unsere Polit-Zampanos in Düsseldorf haben sich ja mal eben so 500 Euros
für ihre Altersversorgung genehmigt,damit sie spähter nicht in die Grundsicherung
fallen.Als Gewerkschaft würde ich bei den Tariefverhandlungen auch das Florett
einpacken und die gaaanz schwere Attelerie auspacken.
Mit "ihr müßt Mashalten" brauchen die Politclowns nicht mehr kommen.