Verdi-Chef fordert höhere Steuer für Wohlhabende
12.10.2009 | 16:13 Uhr 2009-10-12T16:13:00+0200
Berlin. Verdi-Chef Frank Bsirske hat Union und FDP zu einer Steuerreform gemahnt und höhere Steuern für Besserverdienende verlangt. Unterdessen fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag laut einem Bericht der Bildzeitung vom Montag rasche Steuererleichterungen für die Unternehmen.
Vor der zweiten Woche der Koalitionsverhandlungen hat die Gewerkschaft Verdi die Erhöhung mehrerer Steuerarten für Wohlhabende gefordert. Nur so seien die rekordverdächtig steigenden Staatsschulden in den Griff zu bekommen, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der «Bild"-Zeitung (Montagausgabe). «Deutschland hat die Steuern auf Vermögen, Unternehmensgewinne und Spitzeneinkommen in den letzten zehn Jahren gesenkt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir heute 105 Milliarden Euro Einnahmen mehr im Jahr. Wir können es uns nicht länger leisten, auf diese Einnahmen für die Allgemeinheit zu verzichten.»
"Die Starken können mehr tragen"
Eine Mehrbelastung von Besserverdienern sei durchaus vertretbar, sagte Bsirske zu «Bild». «Die Starken können mehr tragen. Das Letzte, was wir brauchen, sind Abstriche bei der Steuer für große Erbschaften. Bis 2015 werden 1,4 Billionen Euro vererbt. Wenn wir alle Großvermögen zum Durchschnitts-Satz in der EU versteuern, kann der Staat 33 Milliarden Euro Mehreinnahmen im Jahr erzielen.»
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sagte am Sonntagabend im ZDF, ihre Partei wolle eine Steuerreform, aber «nicht auf Pump». «Die haushaltliche Situation ist desolat», sagte sie in der Sendung «Berlin direkt». Daher müsse der Schwerpunkt auf jenen Maßnahmen liegen, die wirklich für das Wachstum förderlich seien. Eine Steuerreform könne nicht sofort «in einem Guss» umgesetzt werden.
Die Unterhändler von Union und FDP setzen am Montag ihre Koalitionsverhandlungen fort. Dazu kommen zunächst erneut die verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen, die über einzelne Sachthemen beraten. Unter anderem geht es darum, die finanzpolitischen Prioritäten abzustecken.
Industrieverband fordert rasche Reformen
Vor dem Hintergrund zunehmender Streitigkeiten um die Finanzierbarkeit einer Steuerreform in der neuen Koalition hat die deutsche Wirtschaft davor gewarnt, die Chance zu grundlegenden Reformen zu vertun. «Union und FDP dürfen die Erwartungen nicht enttäuschen. Wenn wir das Land zukunftsfähig reformieren wollen, dann jetzt«, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, der »Bild«-Zeitung (Montagausgabe). Die großen Probleme erforderten einen wirklich großen Wurf. »Klein-klein hatten wir in den vergangenen Jahren schon genug«, sagte Keitel.
Die künftigen Regierungsparteien sollten die große Chance, einen glaubwürdigen «Aufbruch in Aufschwung und Erneuerung» zu organisieren, nicht verpassen, wird der Industrie-Chef in der Internet-Ausgabe der Zeitung weiter zitiert.
Alle Staatsausgaben auf den Prüfstand stellen
Vor der entscheidenden Phase der Koalitionsverhandlungen verlangt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag von Union und FDP klare Signale in der Finanzpolitik. «Wir brauchen jetzt gleichzeitig Haushaltssanierung und erste gezielte Steuererleichterungen», sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der «Frankfurter Rundschau». «Das ist machbar und schlicht notwendig.»
Die künftige Bundesregierung müsse «alle staatlichen Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Teure Versprechen wie die Rentengarantie wird die Koalition kaum aufrecht erhalten können, wenn sie ihrer Verantwortung gegenüber den Beitrags- und Steuerzahlern gerecht werden will.» Auch bei den Subventionen für die Wirtschaft seien «erhebliche Abstriche» angesagt, sagte Driftmann. (afp/ddp)

19:36
Ist schon bekannt, ob Südsee-Bsirske einen Migrationshintergrund hat?
00:51
und höhere Steuern für Besserverdienende verlangt. Unterdessen fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag laut einem Bericht der Bildzeitung vom Montag rasche Steuererleichterungen für die Unternehmen.
solch einen unpassenden Vergleich kann auch nur DerWesten gegenüber stellen !!
19:06
105 Mrd. Euro Mehreinnahmen im Jahr. Milchmädchen Bsirske.
Warum kommt er mit so einem populistischen Unsinn nicht vor der Wahl?
Liegt es vielleicht daran, dass die Grünen nicht mitspielen dürfen?
17:29
Immer wieder Klasse wie sich Funktionäre der Gewerkschaften in Szene setzten. Populismus löst die offenen Punkte nicht.
16:53
#26:
Sie vergessen, dass die heutigen Rentner in der Regel 40 bis 50 Jahre Rentenbeiträge für damalige Rentner bezahlt haben, oft viel länger, als es die heutigen Generationen tun. Und reichlich Steuern in einem langen Berufsleben haben sie auch bezahlt. Trotzdem reicht es für viele Rentner nicht mehr aus, weil sie für viel weniger Lohn gearbeitet haben. Und die faktischen Rentenkürzungen, sprich Nettorenten, sind seit fast 10 Jahren rückläufig. Und alle gestiegenen Preise und Abgaben sind nicht berücksichtigt.
16:18
Den ganzen neoliberalen Dummschwätzern wird erst dann die Hose zu flattern beginnen, wenn das Volk sich auf die Strasse begibt und der bourgoisen kapitalistischen Diktatur zeigt wo der Bartel den Most holt Und wie Demokratie von unten aussieht..
MANN DER ARBEIT AUFGEWACHT UND ERKENNE DEINE MACHT
ALLE RÄDER STEHEN STILL WENN DEIN STARKER ARM ES WILL
14:59
Bsirske ist ein Schmarotzer, der in seinem Leben noch nie richtig gearbeitet hat.
14:58
@25 Stefan.S...
..mal ne Frage: wo hat man Sie rausgelassen??
Sie outen sich als SPD-Wähler und befürworten die CDU/FDP-Politik, genial....und erklären praktisch damit, dass ja die SPD auch nix anderes macht als CDU/FDP-Politk, zumindest das haben Sie das erkannt...auch wenn es bei Ihnen im Kopf noch nicht wirklich angekommen ist. Und wen meinen Sie denn mit Stalinisten, ich glaube, dass bei Ihnen im Oberstübchen so Einiges noch nicht angekommen ist.
@17superdoll
Sie sind wirklich superdoll, Sie denken voll daneben. Bsirske fordert nicht Steuern von den Unternehmen, egal ob es jetzt reiche oder mittelständige Unternehmern sind, sondern von Reichen, die z B wieder Vermögenssteuer zahlen könnten. Ist das so schwer zu verstehen?
14:08
Hahaha...guter Witz......
13:55
Bsirske macht APO. Leider war er zu leise während rot-grün und rot-schwarz.
Die Gewerkschaften haben große Macht wenn es drauf ankommt. Sie wurde Jahrzehntelang nicht genutzt.
Kommt die Gewerkschaft jetzt wieder aus den selbst gewählten Löcher? Zu wünschen währe es. Die Löhne sind würdelos nach unten ausgefranzt. Es gibt eine soziale Schieflage, die die Gesellschaft spaltet.