Verband fordert höheres Strafgeld für Schwarzfahrer
31.08.2009 | 14:11 Uhr 2009-08-31T14:11:00+0200
Bielefeld. Scharzfahrer in Bussen und Bahnen sollen künftig 60 statt 40 Euro zahlen. Das fordert der Verband deutscher Verkehrsunternehmen. Die derzeitige Summe würde niemanden mehr abschrecken, sagte die Verbands-Sprecherin. Zudem sollen die Daten der Ticketsünder zwei Jahre gespeichert werden.
Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen in Berlin hat eine Erhöhung des Strafgelds für Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen von 40 Euro auf 60 Euro gefordert. Die derzeitige Summe würde keinen Ticketsünder mehr abschrecken, sagte Verbandssprecherin Karola Lambeck dem Bielefelder «Westfalen-Blatt». Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten steige die Zahl der Schwarzfahrer, die bundesweit derzeit auf drei Prozent geschätzt werde. Hierdurch entstehe allen Verkehrsunternehmen ein Schaden von 250 Millionen Euro im Jahr.
Wiederholungstäter sollen 120 Euro zahlen
Das Bundesverkehrsministerium lehnte eine Anhebung des sogenannten erhöhten Beförderungsgeldes bisher ab, wie das Blatt weiter berichtete. Die Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte Lambeck der Zeitung. Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen habe mehrfach angeregt, dass Strafgeld von 40 auf 60 Euro zu erhöhen. Wiederholungstäter sollen sogar 120 Euro zahlen.
Zudem sollen die Daten der ertappten Schwarzfahrer laut Verband für zwei Jahre gespeichert werden, um Wiederholungstäter zu erkennen. In anderen europäischen Ländern betrage das erhöhte Beförderungsgeld den 50 bis 100-fachen Wert einer Einzelfahrkarte. Insbesondere für Wiederholungstäter sei die Abschreckung durch gestaffelte Beträge bis zu 190 Euro für Ersttäter und bei Wiederholung bis zu 300 Euro erheblicher höher als Deutschland. (afp)

18:29
Alles wird teurer. Warum nicht auch das Schwarzfahren?
12:43
#18 Zitronensorbet
Ihre Interpretation ist zwar ein wenig eigenwillig, aber im Prinzip Sie haben Recht.
Mir ist durchaus bewußt, daß Schwarzfahren erst mal eine Ordnungswidrigkeit ist. Beförderungserschleichung kann aber dann zu einer Straftat werden wenn der Schwarzfahrer wiederholt erwischt wird oder sich z. B der Kontrolle dadurch entzieht, daß er sich auf der Zugtoilette versteckt.
Ich hatte auch nicht geschrieben das ein Schwarzfahrer krminell ist sondern er ist höchstens kriminell. Vielleicht hätte ich schlimmstenfalls schreiben sollen, damit es auch jeder versteht.
Ansonsten bietet das Internet reichlich Infos zum Thema Schwarzfahren und Rechtsprechung.
10:22
@ #17, volans
Damit § 265 greifen kann, bedarf es erstmal einer Verhandlung vor Gericht.
Dazu kommt es aber nur sehr selten - daher sind Schwarzfahrer nicht kriminell zu nennen.
Nochmal für Sie zum merken: Solange man nicht verurteilt ist, ist man nicht kriminell.
Falls Sie noch Fragen haben solten: Bitte hinten anstellen.
;-)
09:16
#16 Zitronensorbet
Apropos Ahnung.
Auszug aus dem StgB (Strafgesetzbuch)
§ 265a
Erschleichen von Leistungen
(1) Wer die Leistung eines Automaten oder eines öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationsnetzes, die Beförderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Der Versuch ist strafbar.
Noch Fragen?
Ich beantworte sie gerne, sofern es meine Zeit erlaubt oder ich gerade eine Kaffeepause mache!
08:54
#3 von volans
nur zur Info ein Schwarzfahrer wird nicht kriminalisiert sondern er ist höchstens kriminell.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die....na Sie wissen schon.
Bei Erschleichung einer Beförderung handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit - nicht um eine Straftat.
Somit ist ein Schwarzfahrer niemals kriminell.
21:34
#4 spacedrummer (vor 8 Stunden)
Beati pauperes spiritu (Glücklich sind die geistig Armen).
Ihrem Kommentar nach, müssen Sie geradezu in Glückseeligkeit
schwimmen. Schönen Abend noch.
14:21
Was die DB für ihre Preise anbietet, inklusive Schmutz, Belästigung und Anmache, ist unter aller Sau.
Und hinter der Strafgeld-Erhöhung steckt meines Erachtens lediglich das knallharte Kalkül, daß der/diejenigen, die für 40 Euronen Schwarz fahren, dieses auch für 60 Euro machen.
Gruß
Ps.: Ich fahr lieber weiter mit meinem Wagen, als daß ich die DB nutzen würde. Und sollte ich in einen Stau geraten, so habe ich den in meinem kleinen Kämmerlein ganz für mich allein. :)
13:54
Wenn die Bahn Fangprämien an ihre Kontrolleure verteilt, muss sie das Geld ja wieder reinbekommen.
Also soll die Strafe steigen, damit es sich wieder rentiert......
Ein Trauerspiel seit Schaffner und Ticketschalter zu 80% durch Automaten ersetzt wurden.
Also nicht ärgern - sprecht mit den Programmierern der Automaten (um herauszufinden, wie sie denken!) und macht einen Kurs in Bahnologie. Dann studiert ihr, wo die Zugstrecken sind und welche Züge wo wann fahren (wichtig :Tarifgebiete und Haltepunkte beachten).
Sondertarife und Zuschläge nicht vergessen.
Denkt an mögliche Verspätungen und Sonderzüge!
Nach Abschluss eures 12 monatigen Studiums macht ihr eine Prüfung, indem ihr euch ein Ticket am Automaten eurer Wahl zieht.
Steigt in euren Zug und wartet bis zur Kontrolle.
Möglichkeit 1: Alles richtig?
Herzlichen Glückwunsch - ab heute sind Sie Bahnkunde!
Möglichkeit 2: Falsches Ticket?
Dann sind Sie ein krimineller Schwarzfahrer und dürfen nicht meckern.......
13:48
Nicht das Strafgeld erhöhen, mehr Kontrollen durchführen! Ich pendle jeden Arbeitstag mit dem Zug zwischen Gelsenkirchen und Düsseldorf, am Wochenende bin ich ebenfalls mit dem ÖPNV unterwegs. Kontrolle: wenn es hoch kommt, einmal pro Monat.
13:47
€ 4,50 für DU - HBF => D - Airport sind eine BODENLOSE Frechheit!
Fair wären MAXIMAL 2 Euro - und selbst das nur mit zugedrücktem Auge seitens der Fahrgäste.