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Wirbelsturm

Keine Ruhe nach dem Sturm - nach "Sandy" droht jetzt Kälte

04.11.2012 | 20:11 Uhr
Keine Ruhe nach dem Sturm - nach "Sandy" droht jetzt Kälte
Kathy Lahey steht inmitten ihres von „Sandy“ völlig zerstörten Hauses im New Yorker Stadtteil Queens.Foto: afp

Washington.   Nach Wirbelsturm "Sandy" ist für viele Menschen an der US-Ostküste noch lange nicht an Normalität zu denken. Die Amerikaner fürchten ein Kältetief, nach wie vor sind Millionen Menschen ohne Strom und Heizung, und das Benzin ist knapp. Die Angst vor Plünderungen wächst.

Eine Woche nach dem verheerenden Wirbelsturm „Sandy“ kämpfen die Menschen an der Nordostküste Amerikas weiter mit den Folgen der Naturkatastrophe, die in den USA bisher 107 Todesopfer gefordert hat. Ein Mitte der Woche erwartetes Kälte-Tief mit Minus-Temperaturen könnte die Lage weiter verschärfen. Die Angst vor Plünderungen wächst.

Am Sonntag waren nach Behördenangaben immer noch rund 2,5 Millionen Menschen zwischen New York und New Jersey ohne Strom. Die Anordnung von Präsident Obama, rund 80 Millionen Leiter Treibstoff vom Militär in die Katastrophengebiete bringen zu lassen, hat bisher nicht zu der erhofften Entspannung geführt. An vielen Tankstellen kommt es zu „wütenden Verteilungskämpfen und Übergriffen“, wie die „New York Post“ schreibt. Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates, kündigte die Einrichtung von fünf provisorischen Tankstellen in der Region an. Dort soll jeder Autofahrer einmalig kostenlos rund 40 Liter Kraftstoff erhalten.

New Yorks Bürgermeister bittet Bürger, in Notunterkünfte zu gehen

Stromausfälle und die nahende Kältewelle bringen die Stadtverwaltung im New York logistisch in Bedrängnis. Schon jetzt harren Tausende Menschen in ihren ungeheizten Wohnungen aus, berichtete der Sender CNN. Bürgermeister Michael Bloomberg lässt warme Decken verteilen und ruft vor allem Alleinstehende dazu auf, sich in beheizte Notunterkünfte zu begeben: "Bitte seien Sie vernünftig", sagte er in einer Radioansprache.

Teile der Ausrüstung für den kurzfristig abgesagten New York Marathon-Lauf (Decken, Essens-Rationen, Wasser-Vorräte etc.) sollen an Bedürftige abgegeben werden. Die Polizei in New York meldete am Sonntag einen rapiden Rückgang der Kriminalitätsrate. Gleichzeitig werden aus Stadtteilen wie Queens, wo vielerorts keine Elektrizität zur Verfügung steht, Plünderungen gemeldet.

Auf die Präsidentenwahl am Dienstag sollen sich die Aufräumarbeiten nach „Sandy“ nur bedingt auswirken. Weil Wahllokale ausfallen, muss der Stimmzettel vereinzelt in Militärcontainern und Zelten abgegeben werden. New Jersey will die Möglichkeit eröffnen, dass Bürger auch per Fax oder E-Mail abstimmen können. Vorausgesetzt, sie haben bis dahin Strom.

Dirk Hautkapp


Kommentare
04.11.2012
20:40
Keine Ruhe nach dem Sturm - nach
von xxyz | #1

Ich vermisse Berichte über die Opfer in den armen Staaten der Karibik. Insbesondere in Haiti gab es auch erhebliche Zerstörungen.

Es ist erstaunlich, dass es der USA nicht gelingt, die Bevölkerung zu versorgen. Der Sturm war vorher erkannt worden. Nur war die Vorsorge nicht ausreichend.

Dass der Präsident für sein Katastrophenmanagement noch gelobt wird, ist auch nicht nachvollziehbar.

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