US-General: Armee soll um 40.000 Soldaten verringert werden

Die Zahl der Soldaten im aktiven Dienst soll von derzeit 490.000 auf 450.000 verringert werden.
Die Zahl der Soldaten im aktiven Dienst soll von derzeit 490.000 auf 450.000 verringert werden.
Foto: Nicolas Armer/Archiv
In den nächsten zwei Jahren soll die US-Armee um 40.000 Mann verringert werden, so Generalstabschef Martin Dempsey. Er räumte ein, dass damit auch Risiken verbunden seien.

Washington.. Die US-Armee soll nach den Worten von Generalstabschef Martin Dempsey in den nächsten zwei Jahren um 40.000 Mann verringert werden. Ziel sei, die Truppenstärke von derzeit 490.000 auf 450.000 herunterzufahren, sagte der General in einer Anhörung im Senat.

Irak Er räumte ein, dass damit auch Risiken verbunden seien. Nach Angaben der Armee-Zeitung "Stars and Stripes" war die Reduzierung zunächst für drei Jahre - bis September 2018 - ins Auge gefasst worden.

Verteidigungsminister Ashton Carter machte bei der Anhörung am Dienstag zugleich deutlich, dass die Ausbildung syrischer Kämpfer gegen die Terrormilizen Islamischer Staat (IS) bisher ein Flop sei. Statt mehrerer Tausend seien bisher nur 60 Kämpfer trainiert worden.

Obama befahl bereits vor Jahren einen Schrumpfkurs

Die Zeitung "USA Today" berichtete unter Berufung auf interne Dokumente des Pentagon, von den bis Ende 2017 geplanten Streichungen seien so gut wie alle Stützpunkte im In- und Ausland betroffen. Zudem sollten weitere 1700 Stellen für zivile Armee-Angestellte gestrichen werden. Das Verteidigungsministerium antwortete zunächst nicht auf Anfragen dazu. Laut US-Medien sollen die Zahlen offiziell am Donnerstag bekanntgegeben werden.

US-Präsident Barack Obama hatte der Armee bereits vor Jahren drastisches Schrumpfen befohlen - und dies ausdrücklich mit Sparzwängen und angespannten Finanzen begründet. In der Hochphase des Irak-Krieges war die US-Armee auf 570.000 Man angewachsen.

Militärische Verteidigung Obama hatte vor allem eine Truppenreduzierung in Deutschland und Europa verordnet und eine stärkere Konzentration auf Terroristenbekämpfung in Nahost und auf potenzielle Konflikte in Fernost. Er betont immer wieder, dass der Kampf gegen den IS mehrere Jahre dauern werde.

Carter sagte, das Programm zur Ausbildung syrischer Rebellen im Kampf gegen den IS sei bisher enttäuschend verlaufen. Ein Grund sei, dass die Oppositionellen zuvor sehr genau "durchleuchtet" werden müssten. Die USA wollen damit verhindern, dass sich islamistische Extremisten in das Programm einschleichen können.

Auch die Ausbildung von Irakern im Kampf gegen den IS liegt nach den Worten Carters im Argen: 24.000 Mann sollten bis Jahresende ausgebildet werden, bisher seien es aber lediglich 8800. 4000 weitere Oppositioneller befänden sich derzeit im Training. (dpa)