US-Geheimdienst warnt vor als Flüchtlinge getarnte IS-Terroristen

Der US-Geheimdienst befürchtet, dass der Islamische Staat Terroristen nach Europa schleusen könnte.
Der US-Geheimdienst befürchtet, dass der Islamische Staat Terroristen nach Europa schleusen könnte.
Was wir bereits wissen
Angst vor Anschlag: Der US-Nachrichtendienst hat wenig Vertrauen in europäische Staaten und ihre Sicherheitschecks von Flüchtlingen.

Berlin.. Die USA fürchten Terrorattacken im eigenen Land und Europa durch den Islamischen Staat. Bei einer Anhörung des US-Senats äußerte Geheimdienstkoordinator James Clapper die Befürchtung, es könnten sich Attentäter der Terrormiliz unter die syrischen Flüchtlinge mischen. „Wir sehen das mit enormer Besorgnis“, sagte Clapper am Dienstag, wie verschiedene US-Medien berichten.

Clapper, Direktor der National Intelligence, bezeichnete die Sicherheitskontrollen der USA von Flüchtlingen im positiven Sinne als „ziemlich aggressiv“, wie The Washington Times berichtet. Dagegen äußerte Clapper nur geringes Vertrauen in die Sicherheitschecks der europäischen Staaten. Er warnte vor den Fähigkeiten der Islamisten, falsche Pässe zu produzieren.

Befürchtungen auch in Deutschland

Bei der Anhörung der Sicherheitsbehörde vor dem US-Senat wurde auch die konkrete Befürchtung geäußert, der Islamische Staat könne im laufenden Jahr versuchen, Anschläge in Europa und den USA zu verüben. Bisher haben die USA weniger als 2000 syrische Flüchtlinge aufgenommen, berichtet The Washington Times.

Auch in Deutschland gibt es die Furcht vor Anschlägen. Bei Großrazzien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verhaftete die Polizei am vergangenen Donnerstag drei Terrorverdächtige. Ermittelt wird gegen die Algerier wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Als mögliches Anschlagsziel galt nach Informationen aus Sicherheitskreisen auch der von Touristen viel frequentierte Checkpoint Charly in Berlin. (JS)