US-Finanzminister will Zeit schinden für Fiskal-Einigung
27.12.2012 | 07:40 Uhr 2012-12-27T07:40:00+0100
Washington. Mit buchhalterischen Tricks will Finanzminister Timothy Geithner Demokraten und Republikanern im US-Haushaltsstreit Zeit verschaffen. Eigentlich würde die Schuldenobergrenze zum Ende des Jahres erreicht. Nun will Geithner durch veränderte Rechnungslegung rund 200 Milliarden Dollar einsparen.
Die USA erreichen nach Angaben von Finanzminister Timothy Geithner am 31. Dezember Woche ihr derzeitiges Schuldenlimit von 16,4 Billionen Dollar (12,4 Billionen Euro). Sein Ministerium werde in Kürze Schritte ergreifen, um sich einen Manövrierraum im Umfang von 200 Milliarden Dollar zu schaffen, schrieb Geithner am Mittwoch an den Kongress. Damit könnten die USA noch etwas länger ihre Rechnungen bezahlen.
Aber während normalerweise solche Maßnahmen - gemeint sind damit finanzielle Umschichtungen im Rahmen des Etats - ungefähr zwei Monate Atemraum ließen, sei das diesmal nicht sicher, warnte der Finanzminister. Er verwies auf die Unsicherheit, die der derzeitige ungelöste Haushaltsstreit im Kongress für die Finanzplanung bringe. Das gelte etwa für Steuereinnahmen.
Amerika muss seinen Schuldenberg abbauen, ansonsten gerät die Weltkonjunktur in Gefahr. Doch der US-Kongress kann sich weder auf Steuererhöhungen noch einen rigiden Sparkus einigen. Ohne Einigung geht Amerika finanziell über die Klippe. Fragen und Antworten zu Präsident Obamas schwieriger Mission.
Geithner bezog sich dabei auf das Ringen zwischen Präsident Barack Obama und den oppositionellen Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau. Wird bis zum Jahresende kein Kompromiss erreicht, droht der Sturz von der sogenannten Fiskalklippe, das heißt, ab 1. Januar käme es automatisch zu Steuererhöhungen und massiven Ausgabenkürzungen.
Obama dringt auf eine auf zwei Jahre angelegte Anhebung der Schuldenobergrenze. Er lehnt es strikt ab, die Festlegung des Limits zu einem Teil der Verhandlungen im Haushaltsstreit zu machen. (dapd/dpa)

15:25
im Streit der Republikaner mit den US - Demokraten bezüglich des Haushaltsstreits zu den Auseinandersetzungen der Gracchen mit den sog. Optimaten in der späten ,römischen Republik der Antike ,die sind kaum noch zu übersehen.
Hintergrund in beiden Fälen war und ist die tiefe ,soziale Kluft zwischen den gut Situierten und den besitzlosen Nobodys in den Gesellschaften.
08:44
Andere kommen für so etwas hinter Gitter...