Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Politik

US-Diplomat Stevens unmittelbar nach Angriff offenbar noch am Leben

17.09.2012 | 21:53 Uhr
Foto: /Courtesy of Mary Commanday/Mary

Der im libyschen Bengasi getötete US-Botschafter Chris Stevens war laut Augenzeugenberichten noch am Leben, als er kurz nach dem Angriff auf das US-Konsulat entdeckt wurde. Libysche Zivilisten hätten Stevens aus einem Konsulatszimmer gezerrt und ihn in ein Krankenhaus gebracht, sagte der Kameramann Fahd al-Bakusch der Nachrichtenagentur AP am Montag.

Kairo (dapd). Der im libyschen Bengasi getötete US-Botschafter Chris Stevens war laut Augenzeugenberichten noch am Leben, als er kurz nach dem Angriff auf das US-Konsulat entdeckt wurde. Libysche Zivilisten hätten Stevens aus einem Konsulatszimmer gezerrt und ihn in ein Krankenhaus gebracht, nachdem jemand über seinen scheinbar leblosen Körper gestolpert sei, sagte der Kameramann Fahd al-Bakusch der Nachrichtenagentur AP am Montag. "Ich habe seinen Puls gefühlt und er lebte noch."

Nach der Verbreitung eines Videos, das zahlreiche Muslime als Beleidigung des Propheten Mohammed auffassten, hatten aufgebrachte Demonstranten am vergangenen Dienstag die US-Vertretung in Bengasi gestürmt und den Botschafter Chris Stevens und drei weitere Konsulatsmitarbeiter getötet.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

 
Aus dem Ressort
IS-Terroristen enthaupten angeblich weiteren US-Journalisten
IS-Terror
Laut amerikanischen Medien haben IS-Terroristen erneut einen Journalisten getötet. Die Berichte berufen sich auf ein US-Institut, das weltweit Terrorgruppen beobachtet. Bei dem Opfer soll es sich um einen amerikanischen Reporter handeln, der seit 2013 in Syrien vermisst wird.
NRW macht noch mehr Schulden - Steuereinnahmen brechen weg
Haushaltsloch
NRW muss dieses Jahr 800 Millionen Euro mehr an neuen Krediten aufnehmen als geplant. Auf dem Energiesektor hätten die Finanzämter insgesamt Mindereinnahmen in Milliardenhöhe verbucht. Finanzminister Norbert Walter-Borjans findet das „hochgradig unerfreulich“.
Steuert Kremlchef Wladimir Putin Russland in den Krieg?
Ukraine-Konflikt
Putins Machtpoker im Ukraine-Konflikt: Zuhause inszeniert sich der Kremlchef als "Friedenszar". Der Westen geht ihn jedoch zunehmend als "Aggressor" an. Steuert der Ex-Geheimdienstchef Russland in den Krieg? Die Propaganda im Staatsfernsehen ist jedenfalls seit Monaten im Kriegsmodus.
Kosten der Kommunen für Asylbewerber steigen erheblich
Asylbewerber
376 Millionen Euro haben die NRW-Städte im letzten Jahr für Flüchtlinge aufgewendet, 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Für dieses Jahr rechnet Innenminister Ralf Jäger mit einem Anstieg um 60 Prozent. Nach Schätzungen des Landes werden 2014 mindestens 37.000 neue Asylbewerber kommen.
Parteiübergreifender Widerstand gegen Pkw-Maut in NRW wächst
Pkw-Maut
Im Bund ringen SPD und Union um eine Einigung zur Pkw-Maut. In der Drei-Länder-Region NRW nehmen SPD und CDU darauf keine Rücksicht. Sie machen entschieden Front gegen das Vorhaben. Schäuble wolle private Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. NRW-Finanzminister Walter-Borjans ist dagegen.