Urlauber verlassen nach Anschlag Tunesien

Tunis/Paris..  Nach dem blutigen Terroranschlag im Badeort Sousse will Tunesien mit harter Hand gegen Extremisten vorgehen und Touristen besser schützen. 1000 zusätzliche Sicherheitskräfte sollen die Urlaubsorte im Land bewachen. Insgesamt kamen 38 Menschen ums Leben, die meisten stammen aus Großbritannien. Unter den Toten ist mindestens ein Deutscher, er soll aus Korschenbroich stammen. Tunesien will als Konsequenz aus dem Anschlag bis zu 80 Moscheen schließen, in denen zu Gewalt aufgerufen wird. Der Tourismusbranche des Landes droht nach dem Attentat ein massiver Einbruch. Viele Urlauber verließen die Region. Bei dem Attentäter handelte es sich um einen 24-jährigen Studenten der Universität in Kairouan, einer Hochburg von Salafisten. Er wurde bei dem Angriff erschossen.

Noch weitgehend unklar sind hingegen die Hintergründe der Bluttat von Lyon, wo am Freitag ein Attentäter ein Werk für Industriegase überfallen und seinen Chef enthauptet hatte. Der 35-jährige Yassin S. habe den Mord gestanden und Einzelheiten des Anschlag genannt, so die französische Nachrichtenagentur AFP. Yassin S. machte den Angaben zufolge nach der Tat ein Selfie, ein Selbstporträt mit dem abgetrennten Kopf seines Chefs.