Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Kommentar

Unser Geld für neue Nazis?

18.12.2011 | 19:04 Uhr

Im besten Fall ist das, was sich Verfassungsschützer und Polizisten im Umgang mit der rechtsterroristischen Vereinigung NSU über zwölf Jahre hinweg leisteten, eine elende Stümperei. Was es im schlimmsten Fall wäre, das mag man sich gar nicht ausmalen.

Staatsgeld für eine Bande, die Bomben baut und Banken überfällt. Selbst wenn das Geld am Ende die Adressaten nicht erreicht haben sollte -- es gab offenbar die Absicht, und das ist schlimm. Der Gedanke, dass Steuergeld -- und seien es nur 300 Mark – für den Kauf eines „Spiels“ ausgegeben wurde, das den Massenmord nicht nur verharmlost, sondern die Erinnerung daran zum Vergnügen machen will, erzeugt Ekel.

Nach und nach gelangt ans Licht, wie tölpelhaft Staatsschützer und Ermittler mit neuen Nazis umgegangen sind. Sie haben hingesehen, aber nichts begriffen. Sie hatten Kontakte in die Szene, aber wussten nicht, was dort vorgeht. Oder wollten einige es gar nicht wissen? Der Gedanke drängt sich langsam auf.

Matthias Korfmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6175125/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
SPD in NRW macht den Weg frei für Römer
SPD
Der bisherige SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen, Norbert Römer, soll trotz des Verlustes seines Direktmandats nach im Amt bleiben. Der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Krems verzichtet auf sein gerade erst direkt gewonnenes Landtagsmandat in Düsseldorf.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Hula
Syrien
Nach anfänglichem Widerstand Russlands hat der UN-Sicherheitsrat einstimmig und in scharfem Ton die syrische Regierung für das Massaker in Hula verantwortlich gemacht. Bei den Angriffen habe es eine "Schussserie von Panzern und Regierungsartillerie" auf eine Wohngegend gegeben.
Video 11 Kommentare 11