Unicef benötigt mehr Geld als jemals zuvor

Genf..  Vor allem wegen des anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien und der Ebola-Epidemie in Westafrika benötigt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) in diesem Jahr so viel Geld wie nie zuvor. Um weltweit 62 Millionen Mädchen und Jungen in Not humanitäre Hilfe leisten zu können, seien 2015 insgesamt 3,1 Milliarden Dollar (2,75 Milliarden Euro) erforderlich, erklärte die Organisation gestern in Genf.

Dies sei eine „dramatische“ Steigerung um eine Milliarde Dollar im Vergleich zum Unicef-Hilfsappell für das vergangene Jahr. Rund 900 Millionen Dollar und damit den größten Teil der Mittel braucht die UN-Organisation 2015 nach eigenen Berechnungen für die Versorgung und Betreuung von Kindern in Syrien und den umliegenden Ländern.

Weitere 500 Millionen Dollar seien erforderlich, um Mädchen und Jungen - unter ihnen befinden sich auch viele Waisenkinder - in den am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone helfen zu können.