UN fordern Feuerpause im Jemen - Beschuss behindert Nothilfe

Den Menschen im in vielen Teilen zerstörten Jemen kann oftmals nur schwer geholfen werden. Deshalb ruft die UN zu einer Feuerpause auf.
Den Menschen im in vielen Teilen zerstörten Jemen kann oftmals nur schwer geholfen werden. Deshalb ruft die UN zu einer Feuerpause auf.
Foto: dpa
Die UN fordert den Beschuss des Flughafens in Sanaa einzustellen. Außerdem solle es einen "sicheren und zuverlässigen Zugang" für Hilfsorganisationen geben, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Johannes Van der Klaauw.

New York.. Die Vereinten Nationen haben die von Saudi-Arabien geführte Koalition zu einer Feuerpause im Jemen aufgerufen, damit dringend benötigte Hilfsgüter an die Bevölkerung ausgeliefert werden können.

"Ich fordere die Koalition nachdrücklich dazu auf, den Beschuss des Flughafens in Sanaa einzustellen und diese wichtige Versorgungsader - ebenso wie alle anderen Flughäfen und Häfen - zu erhalten", sagte UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Johannes Van der Klaauw, in New York. Zudem forderte er einen "sicheren und zuverlässigen Zugang" für Hilfsorganisationen.

300.000 Menschen laut UN in Jemen auf der Flucht

Die instabile Lage erschwere die Nothilfe in den vom bewaffneten Konflikt betroffenen Gebieten, sagte Klaauws. Zudem fehle in einigen Provinzen das Benzin für den Transport von Nahrungsmitteln. Nach Angaben der UN starben als Folge des bewaffneten Konflikts bislang mehr als 1200 Menschen, rund 300.000 sind auf der Flucht.

Der Flughafen in Sanaa wurde durch den Beschuss der Koalition schwer beschädigt, wie die UN mitteilten. Während der Reparaturarbeiten an Start- und Landebahnen müsse der Flugverkehr eingestellt werden.

Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen gegen Anhänger des aus dem Land geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz bombardiert seit Wochen Stellungen und Waffenlager der Huthis. (dpa)

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