Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Syrien

UN-Beobachter in Syrien setzen Mission bis auf Weiteres aus

16.06.2012 | 15:36 Uhr
UN-Beobachter in Syrien setzen Mission bis auf Weiteres aus
Die Beobachter der Vereinten Nationen (UN) haben angesichts der eskalierenden Gewalt in Syrien ihren Einsatz ausgesetzt. Bis auf weiteres werde es keine Patrouillen mehr geben, teilte der Leiter des Einsatzes, General Robert Mood, mit. Foto: ap

Beirut.  Die UN-Beobachtermission in Syrien hat ihre Arbeit wegen der eskalierenden Gewalt im Land vorübergehend eingestellt. Das Blutvergießen stelle bedeutende Risiken für die Beobachter dar und halte sie davon ab, ihr Mandat auszuüben, sagte der Leiter der Beobachtermission Robert Mood.

Zwei Monate nach Beginn ihrer Mission haben die UN-Beobachter ihren Einsatz in Syrien vorerst abgebrochen. Der Einsatz werde wegen „der Verstärkung der Gewalt“ und der damit verbundenen Risiken für die Beobachter ausgesetzt, teilte der Missionsleiter, der norwegische General Robert Mood, am Samstag mit. „Die Beobachter stellen ihre Patrouillen bis auf Weiteres ein.“ Die Mission werde wieder aufgenommen, wenn es die Situation erlaube.

Mood warf den Konfliktparteien vor, keinen Willen zu zeigen, „zu einem friedlichen Übergang zu kommen“. Regierungstruppen und Aufständische wollten offenbar eine militärische Lösung des Konflikts erzwingen. Dadurch steige die Zahl der Opfer: „Unschuldige - Männer, Frauen und Kinder - werden jeden Tag getötet“, erklärte Mood. „Das erhöht auch die Risiken, die von den Beobachter eingegangen werden.“ Die UN-Mission werde aber nun täglich überprüfen, ob ihre Arbeit wieder aufgenommen werde könne.

 

Der UN-Sicherheitsrat hatte am 14. April die Entsendung von Beobachtern nach Syrien beschlossen. Tags darauf traf das erste Vorausteam in Syrien ein, nach und nach wurde die UN Supervision Mission in Syria (UNMIS) auf 300 Beobachter aufgestockt. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung einer durch den internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan geforderten Waffenruhe zwischen den Aufständischen und den Sicherheitskräften von Präsident Baschar al-Assad zu überwachen. Die Mission konnte jedoch nicht verhindern, dass das Blutvergießen weiterging.

Syriens Präsident Baschar al-Assad lässt seit März 2011 die Protestbewegung in seinem Land blutig niederschlagen. Seitdem sind Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 14.400 Menschen getötet worden. (afp)


Kommentare
17.06.2012
21:43
UN-Beobachter in Syrien setzen Mission bis auf Weiteres aus
von feierabend | #1

Die Un sollte ernster genommen werden, ganz besonders in der "alten" Welt in Kontinenten wie Afrika, Asien und in Arabien - kein Kontinent! Dazu ist es absolut notwendig, dass eine Basisstation und politische Hochburg in Europa zugegen ist - nicht in Genf! Die Schweiz - my God! Hell! Hochburg des Kapitalismus! Hört sich an als wenn unsere besten und guten Absichten gleich für Geld an den meist bietenden verkauft werden! Nein, die guten Absichten sollten auch so verstanden werden und dort ankommen, wo sie angebracht sind. Eine ehrlich gemeinte Politik verschiendener Staaten - natürlich geht es hierbei unter anderem auch um Ökonomie - nicht nur in Form von Kapitlismus und Ertragswirtschaft. Aber vielliecht können mit gemeinsamem Willen und Forderungen die Ausbeutung der Frauen in china, Rumänien, bulgariene, Brasilien, vietnam in der Kleiderindustrie und Nähindustrie unterbrochen und abgeschafft werden. Dafür den Frauen einen wichtigen vernünftigen Platz innerhalb ihrer Nationen schaffen

Aus dem Ressort
Putin schließt militärisches Eingreifen in Ukraine nicht aus
Ukraine-Krise
Wladimir Putin hat in einer Fernseh-Ansprache am Donnerstag eine militärische Intervention in der Ukraine nicht ausgeschlossen. Der russische Präsident sagte, er hoffe, er müsse nicht von seinem Recht zur Entsendung von Truppen Gebrauch machen. Dieses Recht hatte ihm das russische Parlament gegeben.
"Bürgerliste" wirbt mit dunkelhäutigem Verbrecher um Stimmen
Wahlkampf
Peinliche Panne im Kommunalwahlkampf in Dortmund: Von Wahlplakaten der "Bürgerliste" zum Thema "innere Sicherheit" blickt ein grimmiger dunkler Verbrecher herab. Setzt die "Bürgerliste" Gewalt und Kriminalität mit dunkelhäutigen Menschen gleich? Der Vorsitzende verneint. Schuld sei die Druckerei.
Flughafen BER wird laut einem Experten nicht vor 2017 fertig
Großprojekt
Wann werden am neuen Hauptstadtflughafen Passagiere abgefertigt? Ein Verkehrsexperte aus dem Bundestag hat angeblich Erkenntnisse dafür, dass es noch länger dauert als bisher gedacht. Der Betreiber widerspricht: "Nein, das entspricht nicht dem Sachstand der Flughafengesellschaft."
Verurteilter Terror-Helfer darf nicht Informatik studieren
Terror
Terroristen dürfen in Deutschland nicht Informatik studieren. Das Verwaltungsgericht Konstanz hat eine Beschwerde eines verurteilten Helfers der Terrororganisation Al-Kaida abgewiesen. Begründung: Terrornetzwerke hätten ein besonderes Interesse an Menschen mit Computerkenntnissen.
Putin fordert Verhandlungslösung für den Ukraine-Konflikt
Konflikte
Während in Genf die Außenminister zu einem Krisengipfel über die Ukraine zusammenkommen, äußert sich Russlands Präsident Wladimir Putin im Fernsehen: In der Fragesendung "Direkter Draht" forderte er Verhandlungen - und bestritt, dass russische Kräfte in der Ostukraine aktiv seien.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?