Das aktuelle Wetter NRW 28°C
CO2-Ausstoß

Umweltministerin will E-Autos mit Spritfresserabgabe fördern

13.02.2016 | 16:14 Uhr
Umweltministerin will E-Autos mit Spritfresserabgabe fördern
Halter von spritfressenden Autos sollen nach Plänen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eine Strafabgabe entrichte.Foto: dpa

Berlin.  Die Bundesumweltministerin will eine Strafabgabe für Benzinschlucker. Sollte das nicht klappen, nimmt sie die Diesel-Pkw ins Visier.

Für Fans besonders spritfressender Autos könnte ihr nächster Wagen künftig teurer werden, wenn es nach Plänen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) geht. Hendricks machte den Vorschlag, eine Strafabgabe einzurichten, die der Käufer beim Neukauf eines Wagens zahlen soll.

Bei einem CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer wäre demnach ein einmaliger „Umweltbeitrag“ von 50 Euro zu zahlen, bei über 200 Gramm „könnten 1000 Euro fällig werden“, sagte Hendricks im „Spiegel“. Die Einnahmen sollen zur Finanzierung von Kaufprämien für Elektroautos dienen. Schließlich hängt Deutschland bei seinem selbstgestecktem Ziel deutlich hinterher, bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen zu haben. Laut Kraftfahrt-Bundesamt KBA wurden bisher nur etwas 30.000 Elektroautos zugelassen.

Dieselfahrer sollen mehr zahlen

Sollten Hendricks Vorschlag von der Strafabgabe nicht umgesetzt werden, hat die Politikerin bereits eine Alternative: eine Anhebung der Dieselsteuer. „Derzeit zahlen Dieselfahrer insgesamt deutlich weniger Steuern als Benzinfahrer, auch wenn man die höhere Kfz-Steuer einrechnet“, sagte Hendricks. Da sei noch „genügend Spielraum“ für eine Gegenfinanzierung der Elektroauto-Kaufprämie.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte das gerade im Interview mit der WAZ zurückgewiesen: „Der Diesel-Motor verursacht im Schnitt rund 20 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen als ein Otto-Motor. CO2 zu vermeiden, muss weiterhin höchste Priorität haben.“ Deshalb sei es sinnvoll, über eine steuerliche Begünstigung des Diesel-Motors Anreize zur Verringerung von CO2 zu geben.

Bis zum vergangenen Jahr mussten die Autohersteller in der EU bei ihrer Pkw-Flotte im Durchschnitt einen Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen. Der sinkt bis 2021 auf 95 g/km. (bk/dpa)

Kommentare
13.02.2016
17:52
Umweltministerin will E-Autos mit Spritfresserabgabe fördern
von Jack-Ketch | #3

Ich fordere eine Stromfresserabgabe auf E-Autos. Es bleibt seltsamerweise immer noch unerwähnt das E-Autos beim laden ihrer Batterien vor allem eines...
Weiterlesen

Funktionen
Fotos und Videos
So feiert NRW seinen Geburtstag
Bildgalerie
Bürgerfest
Ausstellung im Essener Landgericht
Bildgalerie
Ausstellung
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke
Walter Scheel – Sein Leben in Bildern
Bildgalerie
Alt-Bundespräsident
article
11562257
Umweltministerin will E-Autos mit Spritfresserabgabe fördern
Umweltministerin will E-Autos mit Spritfresserabgabe fördern
$description$
http://www.derwesten.de/politik/umweltministerin-will-e-autos-mit-spritfresserabgabe-foerdern-id11562257.html
2016-02-13 16:14
Politik